Für Film The Monuments Men

George Clooney im Harz: Goslar ist Filmstadt

Göttingen/Goslar. George Clooney startet am Montag mit den Dreharbeiten für seinen neuen Film „The Monuments Men“ in Goslar. Seit Tagen wird die Breite Straße in der Kaiserstadt darauf vorbereitet. Außer in der historischen Altstadt soll in den kommenden Wochen auch an anderen Orten im Harz gedreht werden.

So schnell wird aus einem deutschen Fachwerkensemble ein belgischer Straßenzug zu Zeiten des Kriegsendes 1944/45.

Ein paar, in gedeckten Farben gehaltene und französisch und flämisch beschriftete Ladenschilder aus Holz, alte Radios und Grammophone in die Schaufenster, dazu ein paar belgische, britische und amerikanische Flaggen – und schon ist die Breite Straße in der Goslarer Altstadt das Set für ein paar Szenen von George Clooneys neueste Film „The Monuments Men“.

Gedreht wird in Goslar der Einmarsch alliierter Truppen in die belgische Kleinstadt Veume.

Am Sonntag waren die umgestalteten 200 Meter der Breiten Straße ein Besuchermagnet. Tausende Goslarer und Touristen nahmen in Augenschein, was die Filmcrew in der vergangenen Woche für ein belgisches Ambiente geschaffen hatte.

Am Montag war das Set dann abgeriegelt. Über Bauzäune gezogene Planen verwehrten den zahlreichen Neugierigen einen Blick auf die Dreharbeiten oder gar auf Regisseur und Hauptdarsteller Clooney. Der Frauenschwarm blieb für seine Fans unsichtbar.

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Trotzdem gab es für die Schaulustigen am Rande des gesperrten Altstadtbereichs einiges zu sehen. Historische Militärfahrzeuge drehten immer wieder Runden. Komparsen in britischen Armeeuniformen zogen ohne Tritt an ihnen vorbei in die Breite Straße.

Chef am Set: Regisseur und Hauptdarsteller George Clooney.

Andere Komparsen waren als Bevölkerung ausstaffiert: Frauen in Kittelschürzen mit über der Stirn geknotetem Kopftuch, Männer in Cordhosen mit Hosenträger und Schiebermütze oder in dunklen Anzügen. Nur der aus den 1960er-Jahren stammende deutsche Polizeiwasserwerfer gab Rätsel auf: Seine Rolle bei den Dreharbeiten blieb ungeklärt.

In den Altstadtstraßen belegten ungezählte Lastwagen bekannter Mietwagenfirmen die Parkplätze. Mit ihnen hat die Film-Crew, angefangen bei Scheinwerfern und Kabeln bis zu Requisiten, alles herbeigeschafft, was sie braucht.

„Das wird´s nie wieder geben“, sagt Daniela Kessler. Die Frau aus dem unweit von Goslar liegenden Harlingerode verfolgt die Arbeiten der Filmcrew von Anfang an. Ein Ehepaar aus Halle/Saale macht gerade Urlaub in Goslar und ist von den Dreharbeiten überrascht worden: „Schade, dass man so wenig sieht“, sagt er.

Mit etwas Wehmut verfolgt Jutta Fricke das emsige Treiben von Technikern und Komparsen rund um das Film-Set. „Ich war beim Casting dabei“, erzählt sie. Die Goslarer Stadtführerin ist nach eigenen Worten nur deshalb nicht eine der 2000 Komparsen geworden, weil sie an einem der Drehtage im Harz keine Zeit hat. Auch ihre Enkelin hatte beim Casting kein Glück.

Werbung für die Kaiserstadt

Die Dreharbeiten für den Clooney-Streifen werden nach den Worten von Stadt-Sprecher Christian Burgart in den kommenden Wochen an mehreren Orten „hinter verschlossenen Türen“ in Goslar und Umgebung fortgesetzt. Für die zum Unesco-Welterbe zählende Stadt seien die Dreharbeiten eine unschätzbare Werbung. Eine Wiederholung ist erwünscht. Einmal im Monat so ein Auflauf, so Burgart, „das wäre schon in Ordnung“.

Von Olaf Weiss

Rubriklistenbild: © dpa

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