Ex-Kanzler

Schröder outet sich als schlechter Verlierer

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Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt am Abend der Bundestagswahl am 22.09.2005 in der Berliner SPD-Zentrale Stellung zu den ersten Ergebnissen. Er erklärte das Wahlziel für nicht erreicht, den Wahlausgang jedoch für offen. Gerhard Schröder verliert nur ungern - auch beim Spiel "Mensch ärgere Dich nicht" mit seinen Kindern ärgere er sich sehr, wenn er kurz vor Schluss rausfliege, gab der Ex-Kanzler jetzt zu.

Berlin - Gerhard Schröder verliert nur ungern - das gilt bei ihm, wenn er "Mensch ärgere dich nicht" spielt, und das war auch so bei seinem denkwürdigen Auftritt nach der Wahlschlappe 2005. 

Beim Spiel „Mensch ärgere Dich nicht“ mit seinen Kindern ärgere er sich sehr, wenn er kurz vor Schluss rausfliege, erzählte der Ex-Kanzler der „Welt am Sonntag“.

Nicht mal dem Nachwuchs zuliebe würde er auf einen möglichen Sieg verzichten: „Wir lassen niemanden gewinnen. Bei uns sollen die Kinder ja gerade lernen, dass man ein Spiel auch verlieren kann.“

In seinem politischen Leben hat Schröder diese Lektion sichtbar schwer umgesetzt. In einem denkwürdigen TV-Auftritt nach der knapp verlorenen Bundestagswahl 2005 sprach er seiner siegreichen Kontrahentin Angela Merkel (CDU) die Fähigkeit ab, mit seiner SPD eine Regierung zu bilden - „machen Sie sich da gar nichts vor!“. Inzwischen sitzt Merkel schon länger im Kanzleramt als Schröder. Und auch der Alt-Kanzler hat längst selbstkritisch erkannt: Der Auftritt war „suboptimal“.

dpa

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