1. Startseite
  2. Politik

Nähe zu Wladimir Putin: Gerhard Schröder soll auf „Sanktionsliste“

Erstellt:

Von: Lukas Zigo

Kommentare

Die Kritik an Ex-Kanzler Gerhard Schröder wegen seiner Nähe zu Russlands Staatschef Wladimir Putin wächst. Sogar Sanktionen stehen im Raum.

Berlin – Seit langem ist die gute Beziehung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder zu Russlands Staatschef Wladimir Putin bekannt. Ebenso lange stellen sich diesbezüglich Fragen nach den Zielen, die der in der deutschen Politik weiterhin hervorragend vernetzte Schröder verfolgt. Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine drängt der CDU-Politiker Michael Brand nun auf Sanktionen gegen Altkanzler Schröder.

Der amtierende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) müsse dafür sorgen, dass „auch Schröder sanktioniert wird, der von Putin höchstpersönlich in führende Positionen im russischen Energiesektor platziert wurde und der hunderttausende Euro dafür kassiert, die Interessen des Kriegstreibers Putin zu vertreten“, sagte der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfrakion dem Tagesspiegel am Montag (21.03.2022).

Gerhard Schröder (SPD), ehemaliger Bundeskanzler, zu Beginn einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zum Pipeline-Projekt Nord Stream 2 im Sitzungssaal.
Gerhard Schröder (SPD), ehemaliger Bundeskanzler, zu Beginn einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zum Pipeline-Projekt Nord Stream 2 im Sitzungssaal. (2020) © Kay Nietfeld/dpa

CDU-Politiker fordert Sanktionen: Schröder „ein ausländischer Agent von Putin“

Demnach sei es dem Steuerzahler und dem deutschen Rechtsstaat nicht länger zumutbar, „dass ein deutscher Staatsbürger, der an der Finanzierung des brutalen Krieges in der Ukraine beteiligt ist, nur deshalb nicht auf der Sanktionsliste steh, weil er einmal SPD-Vorsitzender und Bundeskanzler war.“ Für ihn sei Schröder heute weniger Ex-Kanzler „als vielmehr ein ausländischer Agent von Putin, zumindest inhaltlich. Und so muss er dann auch behandelt werden.“

Ex-Kanzler Schröder gilt als langjähriger Freud des russischen Staatschefs Putin. Zudem ist er der Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft. Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine geriet der Altkanzler immer stärker in die Kritik. Zwar hatte er die Regierung in Moskau aufgefordert, den Krieg gegen das Nachbarland schnellstmöglich zu beenden. Von persönlichen Konsequenzen war dabei jedoch nicht die Rede.

Ukraine-Konflikt: Bundesregierung lehnt Sanktionierung von Schröder ab

Würde die Bundesregierung um Kanzler Scholz (SPD), den Altkanzler wegen seiner Tätigkeiten für russische Konzerne auf die EU-Sanktionsliste setzen, so würden als Folge seine Konten eingefroren werden. Obwohl sich Schröder weigert, sich klar von Wladimir Putin zu distanzieren und seine Aufsichtsratsmandate aufzugeben, lehnt die Bundesregierung diesen Schritt bislang ab. (lz)

Auch interessant

Kommentare