Kinderschänder-Debatte um Grüne

Gericht verbietet Dobrindt Pädo-Spruch über Beck

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CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (links) darf den Grünen-Politiker Volker Beck nicht merh "Vorsitzenden der Pädophilen-AG" bei den Grünen nennen.

Berlin - Das Landgericht Berlin hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verboten, den Grünen-Politiker Volker Beck weiter als „Vorsitzenden der Pädophilen-AG“ bei den Grünen zu schmähen.

Falls Dobrindt sich nicht daran hält, drohen ihm bis zu 250 000 Euro Strafe oder bis zu sechs Monate Haft. Das geht aus dem am Mittwoch von den Grünen veröffentlichten Beschluss des Gerichts hervor. Die einstweilige Verfügung wurde wegen Dringlichkeit ohne mündliche Verhandlung erlassen. Dobrindt darf diesen Vorwurf gegen Beck auch nicht sinngemäß wiederholen.

Die Grünen reagierten mit scharfer Kritik an Dobrindt : Jetzt sei amtlich, dass Dobrindt in seiner anti-grünen Kampagne vor Lügen und Falschbehauptungen nicht zurückschrecke.

Anlass des Streits war die Debatte um die Aktivitäten pädophiler Gruppen in der Frühzeit der Grünen. Dobrindt hatte vergangene Woche in einem Interview gesagt: „Volker Beck muss endlich sein Schweigen brechen und alles auf den Tisch legen, was er als Vorsitzender der Pädophilen-AG bei den Grünen zu verantworten hat.“

Wer in welchem Bundesland regiert

Wer in welchem Bundesland regiert

Gemeint war die „BAG SchwuP“ - „Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle“ -, in der sich auch Aktivisten für Pädophilie engagierten. Sie wurde 1987 aufgelöst.

Die CSU hatte sich schließlich korrigiert, Beck sei „Vorsitzender der Nachfolge-Organisation der Pädophilen-AG“ gewesen. Wie von ihm angeregt wurde später die BAG Schwulenpolitik ins Leben gerufen, die sich von Pädophilie distanzierte.

dpa

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