Gesundheitsgefahr: Baden am Maschsee verboten

Hannover. Weil Wasservögel das Strandbad am Maschsee mit ihrem Kot verschmutzen, ist die Schwimmstätte vorübergehend geschlossen worden: Die Keimbelastung ist zu hoch, nach dem Baden drohen Krankheiten.

Wegen der hohen Keimbelastung hat die Region Hannover ein Badeverbot für das Strandbad Maschsee in Hannover verhängt. Die Anzahl der Keime sei so hoch, dass beim Baden Übelkeit und Durchfall drohten, sagte ein Sprecher der Region Hannover am Donnerstag. Warnschilder weisen am Ufer auf die Gesundheitsgefahr hin. Der Betreiber hat das Bad vorübergehend geschlossen. Schuld an der Keimbelastung sind nach Regionsangaben die zahlreichen Wasservögel, die den See mit ihrem Kot verunreinigen.

Die Behörde forderte den Betreiber auf, etwas gegen die Verschmutzung des Bade- und Strandbereichs zu tun. Das Verbot könne erst aufgehoben werden, wenn sich die Keimkonzentration deutlich verringere. Dem Sprecher zufolge handelt es sich um das einzige Badeverbot in der Region. Am Südufer des Sees seien die Grenzwerte zuvor mindestens zehn Jahre lang nicht überschritten worden.

Der Club Aspria als Betreiber will nun mit Stadt und Region eine Lösung suchen. „Uns geht es um die Gesundheit der Hannoveraner“, sagte eine Sprecherin. Ursache für die Verschmutzung seien nachts einfallende Wildgänse, die bisher weder mit Rasensprengern noch mit Flatterband und Adler-Drachen zu vertreiben gewesen seien. „Wir säubern jeden Tag den Strand und die Wiese.“

Der noble Sport- und Wellnessclub Aspria investierte vor drei Jahren rund 24 Millionen Euro in den Umbau des historischen Strandbads am Südufer von Hannovers Freizeit- und Wassersportrevier. Aus Geldmangel hatte die Stadt die einstige architektonische Perle über Jahrzehnte vernachlässigt.

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