Gewalttäter vor US-Botschaft festgenommen - Koffer ungefährlich

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Ein Polizist begutachtet vor der US-Botschaft am Pariser Platz einen verdächtigen Koffer. Ein gewalttätiger Mann ist in Berlin festgenommen worden. Er hatte mit einem Bombenanschlag gedroht. Foto: Paul Zinken/Archiv

Die amerikanische Botschaft in Berlin steht direkt neben dem Brandenburger Tor. Sie gilt als sehr gefährdet und wird streng bewacht. Ein Zwischenfall sorgte kurzzeitig für Aufregung.

Berlin (dpa) - Vor der US-Botschaft am Brandenburger Tor in Berlin ist am Morgen ein gewalttätiger Mann festgenommen worden, der mit einem Bombenanschlag drohte. Der Inhalt eines dunklen Koffers, den er bei sich hatte, erwies sich aber als ungefährlich, wie ein Polizeisprecher sagte.

Wachleute der Botschaft hatten die Polizei alarmiert. Gegen 7.25 Uhr erschien der Mann laut einer Mitteilung der Botschaft vor dem Eingang und sagte, er wolle seinen amerikanischen Pass erneuern lassen. Als das Sicherheitspersonal ihm eine andere Adresse dafür nannte, schlug der Mann einen der Wachmänner mit der Faust. Die Wachleute überwältigten ihn und hielten ihn so lange auf dem Boden fest, bis die alarmierte Polizei den Mann festnahm. Laut Polizei handelt es sich um einen 23 Jahre alten Deutschen.

Als die Polizisten ihn wegführten, habe der Mann gerufen, er habe eine Bombe in seinem Koffer, teilte die Botschaft mit. Sprengstoffexperten der Polizei untersuchten daraufhin den Koffer mit Hilfe eines Roboters. Sie fanden aber nur persönliche Dinge des Mannes. Einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der Mann gedroht haben soll, Rache für den Tod von Al-Kaida-Führer Osama Bin Laden nehmen zu wollen, bestätigte die Polizei nicht.

Der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor war kurzzeitig abgesperrt worden. Die US-Botschaft gilt als eines der am besten gesicherten Gebäude Berlins. Sie wurde im Jahr 2008 an ihrem historischen Platz eröffnet.

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