Vorwurf: Staatsanwaltschaft komme bei Prüfung der Lobby-Affäre-Wulff nicht voran

Gewerkschaft kontra Staatsanwaltschaft

Hannover. In der Lobby-Affäre um Bundespräsident Christian Wulff hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Arbeit der Staatsanwaltschaft Hannover kritisiert. Der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut sagte der „Passauer Neuen Presse“: „Es überrascht schon ein wenig, dass sich die Prüfung der Staatsanwaltschaft so in die Länge zieht.“ Gegen einen einfachen Beamten wäre laut Witthaut längst ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Viele Polizeibeamte würden von Wulff erwarten, „dass er Konsequenzen zieht und die Verantwortung für seine Fehler übernimmt“, sagte Christian Witthaut.

Die Staatsanwaltschaft Hannover sieht keinen Anlass für Ermittlungen gegen den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten.

Wulff sieht sich seit Dezember Vorwürfen ausgesetzt – von der Inanspruchnahme eines günstigen Privatkredits über kostenlose Urlaube bei Unternehmern und billiges Autoleasing bis zur staatlichen Finanzierung von Lobby-Veranstaltungen. (lni)

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