Gewinneinbruch bei Eon: Der Druck steigt

Ausgerechnet am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe präsentiert Eon-Chef Johannes Theyssen einen Rekordverlust - ein Kommentar von unserer Redakteurin Barbara Will.

Eons Fluchtweg in die Zukunft ist: Raus aus der konventionellen Stromerzeugung. Mit der soll sich künftig ein neuer Eon-Ableger herumschlagen.

Auch die Atomkraftwerke wandern auf die Resterampe - was erneut die Frage aufwirft, wer ihre Entsorgung bezahlt. Eon will zwar der neuen Gesellschaft dafür mehr als 14 Milliarden Euro mitgeben. Aber ob die Summe reicht, ist eine Frage, ob sie wirklich vorhanden ist, die zweite.

Die deutschen Stromkonzerne haben zusammen 36 Milliarden Euro steuerfrei zur Seite gelegt, um ihre Atommeiler einzumotten. Doch das Geld steckt in Wertpapieren, Beteiligungen und Anlagen. Was das alles wirklich wert ist, weiß wohl niemand genau.

Die Politik muss die Atomrückstellungen sichern, ohne sich die gesamten Altlasten aufzuhalsen. Die Stromkonzerne sitzen der Bundesregierung mit Schadenersatzforderungen für zeitweilig abgeschaltete Atommeiler im Nacken - und nun erhöht Teyssens Manöver den Druck.

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