Kommentar zu Gift in unserer Alltagstechnik: "In einem Grenzbereich"

Kassel. Viele Kunststoffteile unserer Alltagstechnik wie Handyhüllen, Kabel, Mäuse, Ohrhörer und Tastaturen sind mit bedenklichen und verbotenen Substanzen belastet. Das hat eine Analyse der Computerzeitschrift c't ergeben. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Blieffert:

Ein jeder hat diese Erfahrung schon gemacht: Die Hülle des neuen Handys stinkt, andere technische Geräte riechen nach dem Auspacken unangenehm nach Gummi oder Tankstelle. Man muss kein Diplom-Chemiker sein, um zu ahnen, dass das nicht normal ist.

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Die Untersuchung der Computerzeitschrift „c‘t“ lässt die Vermutung jetzt zur Gewissheit werden: Ungewöhnliche Gerüche können auf Schadstoffe hindeuten. Zu Alarmismus und Hysterie besteht allerdings kein Anlass: In einem Drittel der getesteten Produkte fanden die beauftragten Chemiker zwar verbotete Substanzen. Das sagt aber noch nichts über deren reale Gefährlichkeit. Oder lutscht jemand tagtäglich die Gummi-Noppen unter der Computertastatur?

Wie oft bei solchen Untersuchungen bewegen wir uns in einem Grenzbereich zwischen notwendiger Sensibilität gegenüber verdeckten Gefahren und der Tendenz, sich von Warnmeldungen allzu schnell verrückt machen zu lassen. Zumal in Deutschland bereits ein dichtes Netz von Sicherheitsvorschriften existiert.

Manchmal reicht schon der gesunde Menschenverstand: Die Experten von „c‘t“ empfehlen zum Beispiel, Produkte ohne Elektronik mit lauwarmem Wasser oder Spülmittel abzuwaschen und danach drei bis vier Tage an der frischen Luft ausdünsten zu lassen. bli@hna.de

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