FBI schnappt zu

Gift-Brief an Obama: Festnahme

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Barack Obama ist einem Gift-Anschlag entgangen

Washington - Im Zusammenhang mit den an US-Präsident Barack Obama und einen Senator verschickten Giftbriefen hat es eine Festnahme gegeben.

Das teilte die US-Bundespolizei FBI am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Die verdächtige Person sei den Ermittlern im US-Bundesstaat Mississippi ins Netz gegangen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine Mitteilung des Justizministeriums. Er soll dieBriefe an Obama und den republikanischen Senator Roger Wicker sowie ein weiteres Schreiben an einen Vertreter der Justizbehörde in Mississippi verschickt haben.

Die Briefe waren ersten Tests zufolge mit dem tödlichen Gift Ricin präpariert. Das Schreiben an Senator Roger Wicker war bereits am Dienstag in einer Poststelle des US-Kongresses im Bundesstaat Maryland entdeckt worden. Am Mittwoch teilte das FBI mit, dass auch ein an Obama adressierter Brief positiv auf das Gift getestet wurde. Die Schreiben seien zur weiteren Untersuchung in Speziallabors gebracht worden.

Den Berichten zufolge wurde der Verdächtige in seiner Wohnung in Corinth Mississippi festgenommen. Die Stadt liegt in der Nähe von Tupelo, dem Heimatort von Senator Wicker. CNN zufolge war der Mann bereits seit längerem im Visier der Sicherheitsbehörden, da er bereits mehrfach Briefe an Wicker geschrieben habe.

Zwei Tage nach dem Terroranschlag in Boston hatten die Gift-Briefe am Mittwoch für Wirbel in Washington gesorgt. Nach Angaben von US-Sendern wurde auch ein „verdächtiges Paket“ im Senat entdeckt. Mehrere Büros seien geräumt worden. Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Terroranschlag beim Boston-Marathon, bei dem drei Menschen getötet und mehr als 180 verletzt wurden, gab es jedoch nicht.

Ricin (oder: Rizin) ist ein hochgiftiger Eiweißstoff, der aus den Samen des Wunderbaums gewonnen wird. Geringsten Mengen reichen aus, um einen Menschen zu töten.

dpa

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