„Flaminia“ soll nach Wilhelmshaven

Giftschiff auf Weg zum neuen Hafen

Auf dem Weg zum JadeWeser-Port: Die brennende „Flaminia“ am 14. Juli. Foto: Reederei NSB dpa

Wilhelmshaven. Der havarierte Frachter „Flaminia“ soll mit rund 150 Gefahrgut-Containern an Bord in den neuen JadeWeser--Port nach Wilhelmshaven gebracht werden.

Zunächst müssten aber die Ergebnisse einer geplanten Sicherheitsinspektion vor Land’’s End an der englischen Südwest-Küste abgewartet werden, teilte eine Sprecherin des Havariekommandos in Cuxhaven mit.

Nach Recherchen von NDR 1 Niedersachsen sollen an Bord allein 54 Container mit entflammbaren, ätzenden oder giftigen Flüssigkeiten sein. Dabei soll es sich etwa um verflüssigtes Gas handeln, das zur Herstellung von Kühlmitteln verwendet werden kann. Derzeit treten nach Angaben des Havariekommandos keine Flüssigkeiten aus dem Schiffsrumpf aus.

Am 14. Juli war auf dem fast 300 Meter langen Frachtschiff ein Feuer in einem der Laderäume ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben, ein zweites wird vermisst. Ein Seemann wird in einer Spezialklinik behandelt.

Die „Flaminia“ soll nach aktueller Planung Anfang September zunächst 22 Kilometer westlich von Helgoland ankern und dann nach Wilhelmshaven in den JadeWeserPort geschleppt werden.

Die SPD-Landtagsfraktion hat am Freitag in Hannover eine außerordentliche sofortige Sitzung des Unterausschusses für Häfen und Schifffahrt beantragt: „Angesichts der bisher bekannten Informationen muss man sich sehr gut überlegen, ob man die Verbringung der „Flaminia“ in küstennahe deutsche Gewässer sowie ihre Entladung im JadeWeserPort in Wilhelmshaven so einfach erlauben darf.“ (lni)

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