Welche Rolle spielt Dennis Rodman? 

Gipfeltreffen mit Trump: Kommt Kim Jong Un jetzt sogar in die USA?

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US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in die USA in Aussicht gestellt.

Lange schien ein bloßes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un blanke Utopie, nun könnte es sogar in den USA zu einer Zusammenkunft kommen. 

Washington - US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in die USA in Aussicht gestellt. Sollte sein Gipfeltreffen mit Kim in der kommenden Woche gut verlaufen, würde er Nordkoreas Staatschef auch in die USA einladen, sagte Trump am Donnerstag in Washington. Er wünsche sich eine "Normalisierung" der Beziehungen.

Trump betonte, er glaube an einen "großen Erfolg" des Gipfeltreffens in Singapur. "Ich glaube wirklich, dass Kim Jong Un etwas Großartiges für sein Volk und für seine Familie und für sich selbst tun will."

Bereits zuvor hatte der US-Präsident sich optimistisch zu dem Gipfeltreffen mit Kim geäußert. Es sei "alles bereit" für die historische Begegnung in Singapur am Dienstag: "Es wird viel mehr sein als eine Gelegenheit für ein Foto."

Trumps Anwalt Giuliani bringt durch Aussagen über Kim Gipfeltreffen in Gefahr

Trumps Anwalt Rudy Giuliani hatte Nordkorea zuvor laut einem Zeitungsbericht brüskiert. Nach Angaben des "Wall Street Journal" sagte er bei einer Konferenz in Tel Aviv, Kim habe "auf Händen und Knien" um ein Gipfeltreffen mit Trump gebettelt. Dies sei "exakt die Position, in die man ihn bringen will." Nun hätten die USA die Oberhand.

Das Gipfeltreffen von Trump und Kim soll am Dienstag in Singapur stattfinden. Es gilt als historisch, weil noch nie ein amtierender US-Präsident mit einem Machthaber des weitgehend isolierten Nordkoreas zusammengetroffen ist. Im Mai hatte Trump den Gipfel zunächst unter Verweis auf "offene Feindseligkeit" Nordkoreas abgesagt. Da sich Pjöngjang aber dennoch weiter offen für Gespräche zeigte, änderte Trump kurz danach seinen Kurs wieder.

Trump traf am Donnerstag mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe zusammen. Es war das zweite Treffen der beiden in weniger als zwei Monaten. Abe erklärte nach Gesprächen mit Trump, er sei zu direkten Gesprächen mit der nordkoreanischen Führung bereit. Ziel sei es, die Frage der in den 70er und 80er Jahren nach Nordkorea verschleppten Japaner zu klären sowie die Beziehungen zu Pjöngjang zu verbessern.

Es sei Japans Ziel, "wahren Frieden in Nordostasien" zu schaffen. Sollte Nordkorea zu Schritten in die richtige Richtung bereit sein, habe es eine "großartige Zukunft" vor sich.

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Trump: Brief von Kim Jong Un war „sehr warmherzig“

Trump hat den Brief, den der nordkoreanische Machthaber ihm geschickt hat, als freundlich beschrieben. Es sei nur eine Grußbotschaft gewesen, sie sei „sehr warmherzig“ und „sehr nett“ gewesen, sagte Trump am Donnerstag in Washington bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe.

Trump hatte in der vergangenen Woche den nordkoreanischen Parteifunktionär Kim Yong Chol im Weißen Haus empfangen, der ihm den Brief von Kim Jong Un übergab. Ein Bild zeigt ihn dabei, wie er dem US-Präsidenten einen übergroßen Briefumschlag überreicht. Über den Inhalt machte das Weiße Haus bislang keine Angaben.

Weißes Haus dementiert Teilnahme von Dennis Rodman an Kim-Trump-Gipfel

Das Weiße Haus hat zudem Spekulationen zurückgewiesen, der frühere US-Basketballstar Dennis Rodman werde kommende Woche an dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim Jong Un teilnehmen. Rodman sei "großartig" auf dem Feld gewesen, "aber Verhandlungen sollten denjenigen überlassen werden, die gut darin sind", sagte der Vizesprecher des Weißen Hauses, Hogan Gidley, am Donnerstag dem erzkonservativen Sender Fox.

"Trump ist der Beste", fügte Gidley hinzu. Trump und Kim würden eine "fantastische Unterhaltung ohne Rodman im Schlepptau" haben. Zuvor hatte die "New York Post" berichtet, Kim-Freund Rodman halte sich am Dienstag in Singapur auf. Das historische Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim findet am Dienstag in einem Luxushotel in dem Stadtstaat statt.

Der ehemalige Basketball-Champion Rodman ist bislang mindestens fünf Mal nach Nordkorea gereist. Er bezeichnet Kim als "Freund fürs Leben". Im vergangenen Jahr brachte er Kim ein Exemplar von Trumps Bestseller "The Art of the Deal" von 1987 mit. Für seine private Nordkorea-Diplomatie hat Rodman, dessen Spitzname in der NBA "Der Wurm" war, viel Spott und Kritik geerntet.

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Giuliani hält Pornodarstellerin Stormy Daniels für unglaubwürdig

Giuliani, Anwalt von Donald Trump, hält die Pornodarstellerin Stormy Daniels im Streit über ihr angebliches Sex-Abenteuer mit dem heutigen US-Präsidenten wegen ihres Berufs für unglaubwürdig. "Wenn Sie in einem schmutzigen Business tätig sind, zeigt dies, wer Sie sind, und wie weit Sie für Geld zu gehen bereit sind", sagte der frühere Bürgermeister von New York am Donnerstag dem US-Sender CNN.

Bereits am Mittwoch hatte sich Giuliani ähnlich geäußert: "Wenn Sie Ihren Körper gegen Geld verkaufen, haben Sie keine Reputation. Vielleicht bin ich altmodisch, ich weiß es nicht."

Der Anwalt der Pornodarstellerin, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, bezeichnete die Äußerungen Giuilianis gegenüber CNN als "widerlich". Der Beruf einer Frau habe "keinerlei Bezug" zu ihrer Glaubwürdigkeit, sagte Michael Avenatti. Die Frau des US-Präsidenten, Melania Trump, habe in ihrer Jugend leicht bekleidet für Fotos posiert. "Das bedeutet nicht, dass sie kein Anrecht auf unseren Respekt hat", sagte Avenatti dem Sender MSNBC.

Stormy Daniels hatte nach eigenen Angaben 2006 ein Sex-Abenteuer mit Donald Trump. Das Weiße Haus hat dies wiederholt dementiert.

dpa/AFP

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