Glosse: Gefahren des krustenlosen Brotes

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Abgetaucht: Keine Krumen mehr für die Enten.

In Fulda haben Forscher ein Brot ohne Rinde entwickelt - das Brot namens „Löwenbrot“ ist für Senioren gedacht, die Probleme haben, die Kruste zu kauen. Ein nicht ernstgemeintes Schreckensszenario von Redakteur Max Holscher.

Tierschützer gehen deswegen auf die Barrikaden. Sie fürchten, das krustenlose Brot könnte den sicheren Tod für die Park-Ente bedeuten. Aber nicht nur das: Nach einem ersten Test des Brotes in Seniorenheimen berichten Augenzeugen noch von anderen ungewöhnlichen Beobachtungen in örtlichen Parks.

Enten seien mit Gebissen beworfen worden und tauchten zunehmend unter. Da die älteren Herrschaften nun nichts mehr zu schmeißen haben, entledigten sie sich jetzt offenbar des unnötigen Ballasts aus ihrem Mund - und anderer Zahnpflegeprodukte gleich mit.

Hunderte Corega-Tabs, die im Wasser blubberten, färbten die Karpfen weiß - die Polizei fischt noch im Trüben. Liter von überflüssiger Mundspülung ließen die Teiche überlaufen. Kinder, die am Rand spielten, verfingen sich in weggeworfener Zahnseide, müssten von der Feuerwehr entwirrt werden. Die Feuerwehr meldet vor lauter Arbeit: Man gehe auf dem Zahnfleisch und sei bei den Rettungsmaßnahmen abgelenkt. Denn die örtliche Seniorenkappelle spiele „Kukident, Kukident zum Städtele hinaus“.

Die Senioren feiern derweil ihre Rinden-Befreiung und setzen weitgreifender Verbote durch - es soll weich durchgegriffen werden: Abgesetzt sind Sendungen wir Hart aber Fair, Bücher von Kant und das Mittwochsessen beim Chinesen: Der Grund: Zu viele der Senioren bestellten Ente-Kross.

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