Goslar: 4000 Tonnen giftiger Boden am Rammelsberg gelandet

Goslar. Mehr als 4000 Tonnen Boden mit krebserregenden Giftstoffen sind zwischenzeitlich im alten Tagebau „Schiefermühle“ des Erzbergwerks Rammelsberg in Goslar gelandet.

Es handele sich um Aushub von der Großbaustelle an der Autobahn 7 bei Seesen, teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover am Dienstag auf Anfrage mit. Die „Goslarsche Zeitung“ hatte berichtet, dass die Bodenmassen an der Baustelle beprobt und zunächst als unproblematisch eingestuft worden waren.

Beim Verladen sei es dann zu einer ungewollten und zunächst unbemerkten Vermischung mit Böden gekommen, die durch krebserregende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) belastet sind, teilte das LBEG mit. Erst nachdem das Material schon in der Schiefermühle lag, wurde die PAK-Belastung bei einer Kontrollanalyse festgestellt.

Mehr als 3600 Tonnen Bodenaushub seien inzwischen wieder abgefahren und geordnet entsorgt worden, erklärte der Sprecher des Landesamtes. Weitere 500 Tonnen müssen noch aufgenommen und abtransportiert werden. Aus der Schiefermühle wurde bis zur Einstellung der Erzförderung am Rammelsberg im Jahr 1988 Material zum Füllen unterirdischer Abbauhohlräume gewonnen. Seither dient der Tagebau als Bodendeponie. (dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.