Goslars Fliegerhorst kommt unter den Hammer

Goslar. Fünf Jahrzehnte lang galt der Fliegerhorst in Goslar als eine der schönsten militärischen Anlagen in Deutschland. Doch wie so viele andere Bundeswehrkasernen wurde auch dieser Standort aufgelöst, Ende 2009 verließen die letzten Soldaten die Stadt im Harz. Seitdem ist das mehr als 60 Hektar große Gelände verwaist.

Dies soll sich nun ändern: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümerin des Geländes hat jetzt mit der Vermarktung des Fliegerhorstes begonnen. Ziel sei der Komplettverkauf des Areals, teilte Stadtsprecherin Susanne Rossdeutscher mit.

Zum Fliegerhorst gehören zahlreiche Kasernenbauten wie Mannschafts- und Offiziersgebäude, Fahrzeughallen und Hangars. Darunter befinden sich auch repräsentative Gebäude wie die Kommandeursvilla. Eingebettet sind die Bauten in eine parkähnliche Anlage. Fast das gesamte Gelände ist als denkmalgeschütztes bauliches Ensemble ausgewiesen.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sucht Investoren, die „sowohl vom fachlichen Hintergrund als auch von ihren finanziellen Möglichkeiten geeignet erscheinen, die anspruchsvolle und komplexe Aufgabe der Umwandlung von einem denkmalgeschützten Kasernengelände in Richtung zu einer zivilen Anschlussnutzung zu meistern.“ Der Verkauf von Teilflächen sei nicht von vornherein ausgeschlossen, sofern sich eine sinnvolle Gesamtkonzeption für den Fliegerhorst ergebe.

Derzeit läuft das so genannte Interessenbekundungsverfahren. Das Exposé und das städtebauliche Gutachten zu künftigen Nutzungsmöglichkeiten des Geländes sind auf den Internetseiten der Stadt Goslar (www.goslar.de) und der Bundesanstalt (www.bundesimmobilien.de) nachzulesen. Interessenten können sich bis zum 12. Oktober bei der Außenstelle Magdeburg der Bundesimmobilienverwaltung melden und ihre Kaufpreisangebote abgeben. (pid)

Kontakt: Bundesimmobilienverwaltung, Otto-von-Guericke-Straße 4, 39104 Magdeburg, Tel. 03 91/50 66 51 39, Fax 03 91/50 66 52 49, Joachim.Bialosek@bundesimmobilien.de

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.