IS-Attentat?

Gouverneur von Aden im Südjemen bei Anschlag getötet

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Medienberichten zufolge kam der Gouverneur von Aden bei einer Explosion einer Autobombe ums Leben.

Aden - Aus der Hauptstadt Sanaa musste sich Jemens Regierung zurückziehen. Dort haben die Huthi-Rebellen seit Monaten die Kontrolle. Auch die provisorische Regierungsstadt Aden ist nicht sicher - wie ein Anschlag zeigt.

Bei einem Anschlag im Südjemen ist nach Medienangaben der Gouverneur der Hafenstadt Aden getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, kam der Politiker Dschaafar Saad am Sonntag bei der Explosion einer Autobombe ums Leben.

In sozialen Medien kursierte eine Erklärung, in der sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat bekannte. Das Statement konnte zunächst nicht verifiziert werden.

Der Gouverneur war den Medienberichten zufolge zum Zeitpunkt der Detonation im Autokonvoi auf dem Weg in sein Büro. Bei der Attacke starben demnach auch sechs seiner Leibwächter.

Aden ist der provisorische Sitz der international anerkannten jemenitischen Regierung, da die Hauptstadt Sanaa von den Huthi-Rebellen kontrolliert wird.

Das Machtvakuum in dem Land nützt vor allem Terrorgruppen wie dem IS und der Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP). Erst vor wenigen Tagen hatten regierungstreue Kräfte 75 Kilometer östlich von Aden die Stadt Dschaar von Al-Kaida-Kämpfern zurückerobert.

Eine weitere Hochburg von Extremisten ist die Region Hadramaut im Osten des Landes. Die USA schätzen den jemenitischen Zweig der Al-Kaida, der von dort aus agiert, als besonders gefährlich ein und bekämpfen die Dschihadisten seit Jahren mit Drohnen. Wie in vielen anderen arabischen Ländern läuft auch hier der IS dem Konkurrenten Al-Kaida allmählich den Rang als mächtigste Terrororganisation ab.

dpa

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