Granatenhagel auf Protestplatz in Sanaa

Sanaa - Der Aufstand im Jemen nimmt immer mehr die Züge eines Bürgerkrieges an. Am Dienstag starben drei Demonstranten, als Mörsergranaten auf Zelte der Protestbewegung im Zentrum der Hauptstadt Sanaa fielen.

Dies berichtet die Nachrichtenwebsite “Marib Press“.  Zehn Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Am Vortag hatten Brigaden, die loyal zu Präsident Ali Abdullah Salih stehen, nach Angaben von Ärzten und Helfern 32 mutmaßliche Regimegegner getötet. Unter den Opfern war auch ein kleines Kind.

Tausende von Anhängern der Opposition stürmten am Montagabend einen Stützpunkt der Republikanischen Garde, die immer noch auf Salihs Kommando hört. Salih hält sich seit einem Bombenanschlag im Juni, bei dem er schwer verletzt worden war, im benachbarten Saudi-Arabien auf. Der inzwischen wieder weitgehend genesene Präsident traf am Montagnachmittag mit dem saudischen König Abdullah zusammen, der die Jemeniten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA dazu aufrief, “die aktuelle Krise zu überwinden“.

Die Website “News Yemen“ meldete, am Montag sei ein Kameramann des TV-Senders Al-Hurra im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Ein Scharfschütze habe auf ihn geschossen, während er die Gewalt gegen Demonstranten in Sanaa filmte, hieß es.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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