Kritik der Klima-Aktivistin

Greta Thunberg greift Politiker und Journalisten an: „Menschen leiden bereits...“

Greta Thunberg hat vor Tausenden Menschen eine wütende Ansprache gehalten - ihre Anhänger applaudierten.

  • Es war schon fast ruhig geworden, um die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg
  • Jetzt meldet sich die 17-Jährige zurück - mit einem wütenden Appell. 
  • Diesmal kritisiert sie nicht nur Politiker scharf, sondern auch die Medien. 

Update vom 3. März 2020: Erneut sorgt ein Tweet von Greta Thunberg für Aufsehen. Denn die 17-Jährige werte sich über das soziale Netzwerk gegen eine vulgäre Sticker-Aktion, der sie zum Opfer fiel. Eine Öl-Firma ist dafür verantwortlich und hat mittlerweile reagiert. 

Update vom 28. Februar: Die 17-jährige Greta Thunberg hat zum Auftakt eines Protestmarsches in Bristol schwere Kritik an den Medien und der Politik geübt. „Das ist eine Notsituation, Menschen leiden bereits und sterben als Konsequenz des Klima- und Umwelt-Notstands“, sagte sie vor Tausenden Anhängern in einer Ansprache, die live im BBC-Fernsehen übertragen wurde.

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Es werde noch schlimmer werden. „Immer noch wird diese Notlage komplett ignoriert von den Politikern, den Medien und denen in einflussreichen Positionen“, sagte die Klima-Aktivistin. „Im Grunde wird nichts getan, um diese Krise aufzuhalten.“ Sie werde nicht schweigen und zusehen, kündigte Thunberg unter Beifall an. Bereits vergangene Woche hatte sie gemeinsam mit Zehntausenden Menschen in Hamburg für mehr Klimaschutz demonstriert.

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Erstmeldung vom 19.02.: Greta Thunberg will mit Tweet wachrütteln - doch sie erntet harsche Kritik

Stockholm - Mit einer ähnlich starken Aussage hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg* bereits auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos* für heftige Reaktionen gesorgt. Jetzt formuliert sie den schwerwiegenden Vorwurf erneut. „Verhaltet euch so, als würdet ihr eure Kinder über alles lieben“, sagte Thunberg im Dezember in Davos*. Jetzt teilt sie auf Twitter eine ähnliche Kritik und ruft zu Selbstreflexion auf: „Will you be the first generation ever not willing to sacrifice your own comfort to ensure a future for them?“ - „Werdet ihr die erste Generation überhaupt sein, die nicht bereit ist, den eigenen Komfort zu opfern, um die Zukunft für sie (Anm.d.Red.: eure Kinder) zu sichern?“

Tweet

Dabei hatte sich Thunberg* in den vergangenen Wochen mit Vorwürfen zurückgehalten und eher auf verschiedene Katastrophen und Entwicklungen hingewiesen, indem sie Tweets von anderen teilte. So wie etwa Tweets von Jugendlichen in Russland, die sich über das Streik-Verbot beschwerten. Oder über das Bienen- und Insektensterben. Was die 17-jährige Klimaaktivistin so empörte, dass sie sich mit diesem drastischen Vorwurf an die Erwachsenen auf der ganzen Welt richtet, ist ein aktueller Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks Unicef.  

Greta Thunberg: Klimaaktivistin mit eindringlicher Warnung - Twitter-Nutzer beschimpfen sie

Demnach gibt es kein Land auf der ganzen Welt, dass seine Minderjährigen nicht in einem Bereich im Stich lasse. Das sagte Gesundheitsexperte Anthony Costello, einer der Hauptautoren des Berichts. Hinter den Ausführungen zur Situation von Kindern und Jugendlichen steht eine Kommission von 40 Experten aus aller Welt. 

Kinder und Jugendliche in Norwegen, Südkorea und den Niederlanden haben nach einer UN-Studie die besten Chancen auf gutes Gedeihen. Ihre Altersgenossen in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad und in Somalia sind weltweit am schlechtesten dran. Deutschland liegt demnach auf Platz 14, die Schweiz auf Platz 15 und Österreich auf Platz 19 von insgesamt 180 Ländern. Die Rangliste berücksichtigt Faktoren wie Gesundheit, Ernährung und Bildung.

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Greta Thunberg: Empörung nach Tweet der Klimaaktivistin -  Angst vor „hysterischer Öko-Diktatur“

Greta Thunbergs Tweet hat aber nicht nur für Einsicht bei ihren Twitter-Followern gesorgt. Dem Aufruf „Denkt an eure eigenen Kinder, wenn ihr das lest“, hat offenbar nicht bei Lesern den gewünschten Effekt und sorgt vielfach für Empörung: „Ich habe keine Kinder. Ich werde keine Kinder haben. Diese Welt ist sowieso überbevölkert“, schreibt etwa ein Nutzer. Ein anderer: „Ich denke an meine Kinder und Enkelkinder. Ich will nicht, dass sie in einer hysterischen Öko-Diktatur leben.“ Andere Nutzer greifen sogar lediglich zu inhaltsfreien Beschimpfungen. 

Der Aufruf von Greta Thunberg* findet aber auch Zuspruch. So schreibt ein Nutzer: „Neueste Modelle sagen voraus, dass eure Kinder nahezu Aussterben werden. Wir können und sollten reagieren.“ 

Kurz vor der

Bürgerschaftswahl in Hamburg

* besucht die schwedische

Klimaaktivistin Greta Thunberg

die Bundesrepublik. Am Freitag, 21. Februar, will sie sich offenbar an der

Fridays-for-Future-Demonstration in der Hansestadt

beteiligen. 

Jetzt hat sich die Klima-Aktivistin zum Coronavirus geäußert. Für ihre Aussage kassiert Greta Thunberg heftige Kritik.

Mit dem Klimagesetz übernehme die EU eine führende Rolle, ist sich Kommissionschefin Ursula von der Leyen sicher. Greta Thunberg bemüht dagegen das Bild eines „brennenden Hauses“.

nai

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Andrew Matthews

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