Spekulationen um GroKo-Kabinett

Außenministerin? Diese SPD-Frau bringt sich in Stellung

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Zeigen Kampfeswillen: Die SPD-Frauen Barley und Schwesig.

Hinter der Ministeriumsbesetzung der SPD stehen weiter viele Fragezeichen. Eine Frau rückt dabei zuletzt immer wieder in den Fokus und befeuert nun die Gerüchte nach einem höheren Amt. Mit Absicht?

Berlin - Sie gilt als gesetzte Familienministerin, profilierte sich zuletzt vor allem in #metoo-Debatten und galt dann auch schnell als - zumindest vorübergehende - Kandidatin auf das Außenamt, nachdem Martin Schulz sich zurückzog.

Wie ernst es SPD-Frau Katarina Barley (49) wirklich mit den Posten ist, den Sigmar Gabriel derzeit geschäftsführend inne hat, ist nicht ganz klar. 

Barley soll sich als „Universalwaffe“ bezeichnet haben

Barley selbst soll sich zuletzt sehr überzeugt von sich selbst gezeigt haben. Das berichtet die Lokalzeitung Trierischer Volksfreund. Beim politischen Aschermittwoch in Zemmer bei Trier (Rheinland-Pfalz) schloss die selbstbewusste Ministerin nicht aus, das Außenamt zu übernehmen. Barley soll sich demnach als „Universalwaffe“ der SPD bezeichnet haben. Sie könne demnach Familienministerin aber auch Arbeits- oder Außenministerin werden. Das klingt nach einer Forderung für ein Amt - nach dem Motto: ganz egal welches.

Doch ein Sprecher dementierte offenbar im Nachhinein: Das Ganze sei „mit einem Augenzwinkern zu verstehen“. Zum politischen Aschermittwoch gehöre schließlich Selbstironie und Zuspitzung.

Allerdings könnte Gabriels Posten tatsächlich bald vakant sein. Dann, wenn ihn seine Parteiführung für seine häufigen Attacken auf die SPD-Spitze bestraft und ihm seinen „Lieblingsposten“ verweigert.

GroKo muss ohnehin auf den SPD-Mitgliederentscheid warten

Doch Barley galt vielen bereits als Generalsekretärin der SPD als zu schwach in der Außenwirkung. Das dürfte klar gegen sie in diesem Amt sprechen. Außerdem ist Gabriel mit der Freilassung von Deniz Yücel ein kleiner Coup gelungen, der ihm das Amt doch noch retten könnte.

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Barley war bis Mai SPD-Generälin, wurde schließlich Familienministerin, als Manuela Schwesig die Bundesregierung verließ, um den Posten der Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern zu übernehmen.

Wo ihr Weg hinführt ist derzeit also weiter offen, zumal nicht sicher ist, ob eine Regierung zustande kommt. Alles hängt dabei vom Mitgliederentscheid der Sozialdemokraten ab, die bis Anfang März über eine GroKo abstimmen sollen.

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mke

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