Straßen gesperrt, Züge umgeleitet

Großbrand in Lagerhalle in Hannover - 50 Meter hohe Flammen

Hannover. Auf dem Gelände eines Autozulieferers in Hannover ist in der Nacht zum Freitag ein Großbrand ausgebrochen: Die Flammen schlugen nach Angaben der Feuerwehr teilweise bis zu 50 Meter hoch.

Verletzt wurde niemand, die genaue Schadenshöhe ist noch unklar. Gegen 9 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand weitestgehend gelöscht.

Das Feuer entzündete sich aus noch ungeklärter Ursache in einem Lager für Kunststoffabfälle unter freiem Himmel. Aufgrund der starken Rauchentwicklung kam es im Umkreis der Firma zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Direkt hinter dem betroffenen Unternehmen Benecke-Kaliko im Stadtteil Vinnhorst verläuft die Bahnstrecke Hamburg-Hannover.

Dort waren die Gleise zwischen 2 und 9 Uhr morgens die Gleise gesperrt. Fernzüge mussten umgeleitet werden, die S-Bahnen fielen aus, sagte eine Bahnsprecherin. Darüber hinaus beeinträchtigte der Rauch auch die Sicht auf die nahe gelegene Autobahn 2.

Für die Feuerwehr Hannover war der Brand einer der größten Einsätze der vergangenen Monate, 170 Brandbekämpfer und 45 Fahrzeuge waren im Einsatz. „Die Flammen sind zeitweise 40, 50 Meter hochgeschlagen“, sagte Feuerwehr-Sprecher Nils Beneke. Das Feuer griff auch auf eine Wellblech-Halle über, in der nach Angaben des Sprechers Chemikalien gelagert waren.

Artikel aktualisiert um 11 Uhr

Bei Messungen wurden aber keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in der Umgebung nachgewiesen, teilte die betroffene Firma Beneke mit. Anwohner mussten bis zum frühen Morgen jedoch vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten.

Die Schadenshöhe ist noch unklar. Die Produktion sei langfristig nicht beeinträchtigt und soll am Abend wieder aufgenommen werden, sagte ein Sprecher des Autozulieferers.

Ein Gabelstapler-Fahrer hatte in der Nacht den Ausbruch der Flammen bemerkt. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Gegen 9.15 Uhr war auch die Bahnstrecke wieder freigegeben. (dpa)

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