Niedersachsens Sommerfest: Große Feier mit weniger Sponsoren

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Prost: Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stießen auf dem Sommerfest der Landesvertretung Niedersachsens in Berlin mit Wein und Bier an.

Berlin. Trotz rückläufiger Sponsoreneinnahmen feierte Niedersachsen in großem Stil sein Sommerfest in der Bundeshauptstadt. Ministerpräsident David McAllister (CDU) eröffnete die Feier am Montagabend in der Landesvertretung unweit des Potsdamer Platzes.

„2800 Gäste haben sich für heute angemeldet, viel mehr wären aber gerne gekommen“, sagte der CDU-Politiker, der zum zweiten Mal Gastgeber war und erstmals auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei dem Schaulaufen von Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport begrüßen durfte. „Liebe Angela, herzlich Willkommen bei Freunden in Niedersachsen.“

Die Spendenbereitschaft der Unternehmer für das Fest ist diesmal um rund ein Viertel im Vergleich zu 2011 zurückgegangen. Die Zurückhaltung der Firmen ist eine Folge der Affäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Von den ehemaligen Großsponsoren beteiligen sich diesmal Tui, AWD, die Deutsche Bahn und Air Berlin nicht mehr. 2011 hatten Sponsoren das Sommerfest noch mit rund 200 000 Euro unterstützt und außerdem Getränke, Essen und Geschenke für die Besucher mit weiteren 184 000 Euro finanziert.

„Sturmfest und erdverwachsen, dass scheint hier heute auch notwendig zu sein“, sagte Merkel bei ihrer kurzen Begrüßung. Aufgrund von wichtigen Anschlussterminen könne sie leider nur kurz da sein. „Dankeschön für das gute Miteinander“, betonte Merkel an die Adresse von McAllister.

"Land mit großer Bandbreite"

Niedersachsen sei ein tolles Land mit großer Bandbreite, sowohl landschaftlich als auch wirtschaftlich, sagte Merkel weiter. „Und politisch zuverlässig, wobei da muss man ja heutzutage aufpassen, wenn einer dem anderen Freund ist. Nicht, dass es dann heißt, der ist aber komisch“, betonte sie in ironischer Anspielung auf den Rücktritt Wulffs vom Posten des Bundespräsidenten. Der ehemalige niedersächsische Landeschef war Mitte Februar wegen einer Kreditaffäre von seinem Amt als deutsches Staatsoberhaupt zurückgetreten. Im Zuge der Affäre war auch immer wieder von unseriösen Beziehungen zwischen Politik und Wirtschaft in Niedersachsen die Rede gewesen.

Neben der Fußball-EM war das zurückhaltende Engagement der Sponsoren eines der wichtigsten Themen bei den Gesprächen abseits des offiziellen Programms. „Das Fest ist nur möglich, weil es viele Unternehmen und Initiativen gibt, die uns unterstützen“, dankte McAllister den Geldgebern. „Wir freuen uns über das gute Miteinander von Politik und Wirtschaft auch im Jahr 2012.“ (lni)

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