Bergmann stirbt bei Grubenunglück: Gasaustritt im Kaliwerk Sigmundshall von K+S

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Einsatzwagen des Rettungsdienstes fahren am Donnerstag (05.04.12) in Wunstorf nach einem Bergwerksunglueck auf das Gelaende des Duengemittelherstellers K+S.

Wunstorf/Kassel. Bei einem Grubenunglück im Kali-Bergwerk Sigmundshall bei Wunstorf nahe Hannover ist in der Nacht zum Donnerstag ein 34 Jahre alter Bergmann durch giftigen Schwefelwasserstoff getötet worden.

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Zwei weitere Arbeiter sind schwer verletzt, 22 Mitarbeiter der Grubenwehr stehen unter ärztlicher Beobachtung, sagte K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Alle Mitarbeiter befinden sich außer Lebensgefahr. Der Unfall ereignete sich bei Bohrarbeiten in cirka 1200 Metern Tiefe. Die Arbeiten in dem betroffenen Teil des Bergwerkes wurden vorerst eingestellt. Vermutlich hatten die Bergleute versehentlich eine Gasblase im Salz angebohrt und die giftigen Stoffe eingeatmet, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums am Donnerstagmorgen. Wie es genau zu diesem Umglück kommen konnte, wird derzeit untersucht. Darüber spekulieren wollte Göbel nicht.

Artikel um 11:45 Uhr aktualisiert

Insgesamt arbeiten an diesem Standort von K+S 800 Menschen, 400 von ihnen im Bergwerk. Die Produktpalette des Standorts Sigmundshall umfasst kalium- und magnesiumhaltige Düngemittel sowie Kaliumchlorid für industrielle Anwendungen zum Beispiel für die Elektrolyse. Eine Besonderheit des Werkes Sigmundshall ist die steile Lagerung, die ein spezielles Abbauverfahren erfordert. Die K+S-Gruppe beschäftigte im vergangenen Jahr 14314 Mitarbeiter. Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von 5,15 Milliarden Euro, das Ergebnis lag bei 564 Millionen Euro. (mwe/dpa)

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