Nach Kramp-Karrenbauer-Äußerung

Homo-Ehe-Debatte: Grüne und SPD attackieren Union

Berlin - Nach den umstrittenen Äußerungen der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zur Homo-Ehe reißt die Kritik von SPD und Grünen nicht ab.

„Die Wortmeldungen aus der Union zur Öffnung der Ehe sind ein Offenbarungseid“, sagte die Bundesvorsitzende der SPD-Jugendorganisation (Jusos), Johanna Uekermann, dem „Handelsblatt“ (Freitag). „Das Ausmaß an Homophobie ist erschreckend und die Untätigkeit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel genauso.“

Kramp-Karrenbauer hatte zu Forderungen nach Öffnung der Ehe für Homosexuelle gesagt: „Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen.“

Der innenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Volker Beck, bezeichnete die Äußerungen als „eine Frechheit, für die sie sich entschuldigen sollte“. Kramp-Karrenbauers Aussagen zeigten, dass den Gegnern der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare die Argumente ausgegangen seien, sagte er dem „Handelsblatt“.

Kramp-Karrenbbauers Äußerungen hatten nicht nur bei den Grünen, sondern auch bei SPD und Linken für Empörung gesorgt. Die Berliner Rechtsanwältin Sissy Kraus hatte Strafanzeige gegen die Ministerpräsidentin erstattet.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagte zu den Äußerungen Kramp-Karrenbauers, deren Befürchtungen teile er "überhaupt nicht". Die Art und Weise, wie manche auf die Äußerung reagiert hätten, sei aber "ziemlich daneben".

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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