Grünen-Parteitag

Nach Rede: Grünen-Kanzlerkandidatin flucht während das Mikro noch an ist

Während Annalena Baerbock gemeinsam mit Co-Parteichef Robert Habeck die Bühne verlässt, flucht die Kanzlerkandidatin der Grünen.

Berlin/Kassel – Annalena Baerbock, zu diesem Zeitpunkt bereits offiziell Kanzlerkandidatin der Grünen, betritt am Samstag (12.06.2021) nach einem langen Parteitag die Bühne. Jedoch erst nach ihrem Co-Parteichef Robert Habeck. Zuvor hieß es auf Fragen von Journalisten, wo Baerbock eigentlich sei, dass sie sich auf ihren wichtigen, gleich anstehenden Auftritt konzentriere: ihre Rede.

Als sie endlich die Bühne betritt, steht der gebürtigen Hannoveranerin die Erleichterung wahrlich ins Gesicht geschrieben – mit 98,5 Prozent stimmten die Grünen-Delegierten für Baerbock als Kanzlerkandidatin. Prompt bedankt sich die 40-Jährige für das Vertrauen und den „Rückenwind, gerade nach dem Gegenwind der letzten Wochen.“ Es ist der Auftakt einer 40-minütigen Rede, gespickt mit einem Versprecher. War dieser der Auslöser für das Ärgernis bei Annalena Baerbock?

Nach ihrer Rede beim Grünen-Parteitag flucht Annalena Baerbock, während das Mirko noch an ist. (Archivfoto)

Grünen-Parteitag: Annalena Baerbock möchte neue Ära begründen

Zunächst richtet sich die Grünen-Kanzlerkandidatin an Habeck: „Robert, Dich da an meiner Seite zu wissen, das hat Kraft gegeben und volle Power.“ Was jetzt zählt, sei aber klarzumachen, dass man die Regierung stellen möchte.

Weiter ist von Aufbruch die Rede, von Veränderung und von einem klimagerechten Wohlstand. „Eine Ära geht zu Ende“, verkündet Baerbock mit Blick auf den Abschied von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), „und wir haben die Chance, eine neue zu begründen.“

Baerbock flucht auf Grünen-Parteitag – Was war der Grund?

Nach ihrer Rede badet Baerbock für einen Moment im Applaus und tritt dann ab. Die Grünen-Politikerin klopft Parteikollege Robert Habeck auf die Schulter, zusammen laufen sie von den Kameras weg. Während die beiden Co-Parteichefs von den Kameras immer weniger eingefangen werden, fängt das Mikrofon von Baerbock allerdings einen Ausdruck ein, der ihr währenddessen entfährt: „Scheiße!“.

Offenbar ist der Politikerin in diesem Moment nicht klar, dass sie noch zu hören ist. Schnell wird die Szene in den sozialen Netzwerken hochgeladen. Was der Grund für diese Äußerung ist, ist unklar. Möglicherweise ist die Grünen-Kanzlerkandidatin mit ihrer Rede nicht zufrieden.

Zuvor hatte Baerbock während ihrer Rede einmal neu ansetzen müssen: „Die Angriffe von heute finden ja vor allen Dingen digital statt. Und die liberalen Feinde - innen wie außen - wissen das gezielt zu nutzen. Was früher -“, hier unterbricht Barbock ihre Rede, hält kurz inne und korrigiert sich dann: „Die Feinde der liberalen Demokratie - innen wie außen - wissen das natürlich gezielt zu nutzen. Was früher ein Angriff auf eine Gasleitung war, kann heute der Hack auf Krankenhäuser oder Umspannzentren von Stromversorgern sein.“ Möglicherweise ist dieser Versprecher der Anlass für die Äußerung, möglicherweise ist es aber auch ein Ausdruck der Erleichterung oder etwas Banales, das tatsächlich nichts mit ihrem Auftritt zu tun hat. (Nail Akkoyun)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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