"Es macht keinen Sinn"

Grünen-Chef Özdemir: Stuttgart 21 stoppen

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Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat sich für einen Stopp des umstrittenen Bahnprojektes Stuttgart 21 ausgesprochen.

Stuttgart - Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat sich für einen Stopp des umstrittenen Bahnprojektes Stuttgart 21 ausgesprochen. „Es macht keinen Sinn für Bahn und Bund, nach dem Vogel-Strauß-Prinzip einfach weiterzuwurschteln.“

Das sagte er am Freitag „Spiegel Online“ angesichts der steigenden Kosten für das Milliardenvorhaben. Er plädierte für eine „ehrliche Bestandsaufnahme, vor allem auch vonseiten des Bundes“. Özdemir sagte: „Der Bund ist Mehrheitsaktionär der Bahn - deshalb ist der Konzern darauf angewiesen, dass endlich eine klare Ansage aus Berlin kommt.“

Die Bahn hatte eingeräumt, dass die Gesamtkosten für Stuttgart 21 inzwischen mit 5,6 Milliarden Euro veranschlagt werden. Weitere Risiken in Höhe von 1,2 Milliarden Euro stehen im Raum. Somit könnte die neue Strecke inklusive Tunnelbahnhof in Stuttgart 6,8 Milliarden Euro kosten. Bisher galten 4,5 Milliarden Euro als Maximum. Baden-Württemberg hat seinen Anteil auf 930 Millionen Euro begrenzt. Bundesverkehrsminister Peter Raumsauer (CSU) hatte bei der Übernahme der Mehrkosten für den Bund kürzlich abgewunken und erklärt, Bauherr sei die Bahn als privatwirtschaftliches Unternehmen.

Özdemir sagte, er erwarte ein klärendes Wort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Entweder sie sagt, im Kanzleramt liegen noch ein paar zusätzliche Milliarden. Oder, wozu ich raten würde, sie sagt: Uhren anhalten.“ Dann könne man sich im nächsten Schritt alle Varianten und Alternativen zu Stuttgart 21 gemeinsam ansehen. Özdemir kämpft bei der Bundestagswahl 2013 für ein Direktmandat in Stuttgart. Zudem ist er Spitzenkandidat der Südwest-Grünen.

dpa

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