Der Grünen-Chef über Landtagswahl und Energiewende

Grünen-Chef Tarek al-Wazir: „Wir wollen Hessen besser regieren“

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„Schwarz-Gelb kann es nicht, deshalb müssen Grüne das jetzt in die Hand nehmen.“ Tarek al-Wazir (Grüne) im HNA-Interview.

Die Landtagswahl rückt näher und die beiden politischen Lager in Hessen liegen in Umfragen inzwischen gleichauf. Die Grünen verstehen sich als Konzept-Partei, aber reicht das für den Wahlkampf? Wir sprachen mit ihrem Spitzenkandidaten und Parteichef Tarek Al-Wazir.

Herr Al-Wazir, Helmut Kohl hat einst 16 Jahre regiert. Florian Rentsch von der FDP meint, Sie würden selbst in Kohl-Bettwäsche schlafen, um nach 14 Jahren an die Macht zu kommen. Haben Sie welche?

Tarek Al-Wazir: Ich hab noch nicht mal Bettwäsche von den Offenbacher Kickers, meinem Heimatverein. Das Zitat zeigt eher, wovon Florian Rentsch nachts träumt. Solche Formulierungen zeigen seine Panik, die Macht zu verlieren. Ich habe Florian Rentsch das erste Mal wahrgenommen, als er als Landtagskandidat mit der Pornodarstellerin Dolly Buster eine Pressekonferenz im Landtag machen wollte. Viel seriöser ist er in den letzten zehn Jahren leider nicht geworden.

Aber an die Macht wollen Sie schon?

Al-Wazir: Wir wollen Hessen endlich besser regieren. Wir wollen die Energiewende voranbringen, eine Bildungs- und Betreuungsgarantie auch für alle Grundschulkinder einführen, den Schulkampf beenden und anständig und bürgernah regieren. Tausende haben gegen das Kinderförderungsgesetz von Schwarz-Gelb protestiert und gegen die vermurkste Gymnasialreform G8. Ich glaube, wir bieten Lösungen bei den Themen, die die Menschen bewegen.

Die Grünen haben 29 Konzepte erarbeitet, aber mit welchem Thema sollen die Wähler sie verbinden?

Al-Wazir: Landespolitik ist mehr als ein Thema. Aber wenn man sich anschaut, dass Rentsch und Umweltministerin Lucia Puttrich von der CDU sich jeden Tag darüber streiten, ob es im Winter genug Strom gibt, dann zeigt das, dass sie nichts hinkriegen. Deshalb ist die Energiewende bei uns Top-Thema.

Im Wahlkampf müssen Sie Ihre Konzepte kurz und knapp verkaufen. Was sagen Sie da zur Energiewende?

Al-Wazir: Sie ist eine große Herausforderung, aber auch eine Riesenchance. Wir können bis 2030 hundert Prozent Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Dafür brauchen wir auch einen Ausbau der Netze, zentral und dezentral: Je vernetzter ein System ist, desto stabiler ist es. Auch da hinkt Schwarz-Gelb hinterher.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

Das gesamte Interview lesen Sie in der gedruckten Ausgabe am Donnerstag.

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