Strengere Regelungen

Gülle: Land schaut noch genauer hin

Hannover. Die Entsorgung von Gülle in der niedersächsischen Landwirtschaft wird künftig strenger überwacht. Dies solle eine Überdüngung mit gesundheitsschädlichen Folgen für das Grundwasser verhindern, sagte Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) am Mittwoch in Hannover.

Weil die Nitratbelastung in Regionen mit intensiver Tierhaltung wieder angestiegen sei, müssten Bauern ihre Güllemengen künftig zweimal jährlich der Landwirtschaftskammer melden. Außerdem werde mit den Niederlanden eine Meldepflicht für die Ausfuhr von Gülle nach Niedersachsen vereinbart. Neben Niedersachsen hat bislang erst Nordrhein-Westfalen ähnliche Regeln eingeführt.

Probleme mit belastetem Grundwasser gebe es vor allem im Nordwesten Niedersachsens, wo die Tierzuchtbetriebe konzentriert sind und Güllemengen anfallen, die die Flächen dort nicht aufnehmen können, sagte Lindemann. Die neue Verordnung solle bewirken, dass Landwirte überschüssige Gülle in Regionen mit weniger Tierhaltung bringen, wo die Böden noch aufnahmefähig sind.

Während der Bauernverband dem Konzept zugestimmt habe, sei Kritik von der Interessengemeinschaft norddeutscher Schweinehalter gekommen. Die Grünen bezeichneten die neue Verordnung als unzureichend. (lni)

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