Buch über Hannovers Massenmörder erschienen

Haarman treibt im Comic sein Unwesen

Wahre Geschichte: Der Comic über Fritz Haarmann wird im November in Hannover vorgestellt. Im Handel ist er bereits erhältlich. Foto: dpa

Hannover. Die Geschichte des Massenmörders Fritz Haarmann ist nun als Comic erschienen. In den 1920er Jahren versetzte der als gemeingefährlich diagnostizierte Geisteskranke Hannover in Angst und Schrecken. Durch das unglaubliche Ausmaß an Grausamkeit ist der Kriminalfall Haarmann in die Kriminalgeschichte eingegangen.

In der Zeit von Anfang 1923 bis Mitte 1924 gingen mindestens 24 Morde an Schülern, Lehrlingen und Wanderburschen auf das Konto des damals 45-Jährigen. In einem Comic stellen der Schriftsteller Peer Meter und die Zeichnerin Isabel Kreitz nun die Geschichte des Massenmörders auf 192 Seiten dar.

„Das Spannende an der Geschichte ist der Justiz- und Polizeiskandal zum damaligen Zeitpunkt“, sagt Meter. Eine Woche lang stöberte der 54-Jährige im Stadtarchiv Hannover in historischen Akten. So auch in einem umfangreichen psychiatrischen Vernehmungsprotokoll von Haarmann.

Außerdem studierte Meter Aufzeichnungen über den Prozessverlauf von Theodor Lessing aus dem Jahr 1924. „Hätte es diese Aufzeichnungen nicht gegeben, wäre der Fall nie ans Tageslicht gekommen“, betont Meter. Der Comic soll die letzten Wochen vor der Verhaftung von Haarmann wiedergeben. Das Buch wird offiziell am 4. November in der Polizeigeschichtlichen Sammlung in Hannover vorgestellt. Im Handel ist es bereits erhältlich. (dpa)

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