Als „Belohnung“ für die Informationen

Haftstrafe für IS-Terroristen: Er erfand Anschlagsplan, um Asyl zu bekommen

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Der IS-Terrorist Saleh A.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat den Syrer Saleh A. zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er in seiner Heimat für Terrormilizen wie dem Islamischen Staat (IS) gekämpft haben soll.

Düsseldorf - Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen Syrer zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er in seiner Heimat für Terrormilizen wie dem Islamischen Staat (IS) gekämpft haben soll. Seine frühere Behauptung, von der IS-Führung den Auftrag für einen verheerenden islamistischen Terroranschlag in Düsseldorf erhalten zu haben, hatte sich jedoch als falsch erwiesen. Das Gericht sprach deshalb den über die Balkanroute nach Deutschland eingereisten Mann am Mittwoch lediglich wegen seiner Taten in Syrien schuldig.

Angeklagter soll sich Aufenthaltsrecht als „Belohnung“ erhofft haben

Saleh A. hatte sich in Paris 2016 der Polizei gestellt und von dem angeblichen Anschlagsplan geredet. Später hatte er seine Aussage widerrufen. Zwei Mitangeklagte, die wegen seiner früheren Behauptung eineinhalb Jahre in Untersuchungshaft saßen, waren daraufhin freigesprochen worden. Für seine falschen Informationen soll sich der Syrer eine Belohnung, Aufenthaltsrecht und den Nachzug seiner Familie erhofft haben. Inzwischen ist auch die Bundesanwaltschaft überzeugt, dass der Terrorplan eine Erfindung war.

Sie hatte dennoch achteinhalb Jahre Haft für Saleh A. gefordert, weil er für den IS und eine weitere Terrorgruppe im Bürgerkrieg in Syrien gekämpft und einen Scharfschützen der syrischen Armee erschossen haben soll. Seine Schilderungen aus dem Kriegsgebiet und dem Innenleben des IS seien von Experten bestätigt worden. Die Verteidiger hatten eine Strafe von unter sechs Jahren Haft beantragt. Saleh A. habe gegen eine Diktatur gekämpft und sei unfreiwillig beim IS gelandet.

dpa

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