Plädoyers im Prozess um Mord ohne Leichen

Halbbrüder im Öltank verbrannt

Limburg. Im Prozess um den Doppelmord ohne Leichen hat die Verteidigung eines Angeklagten eine „zeitliche Freiheitsstrafe“ für ihren Mandanten gefordert. Die Anklagebehörde wirft dem Mann und seinem Sohn vor, zwei Halbbrüder im mittelhessischen Uckersdorf ermordet zu haben. Der 62-Jährige hatte gestanden, die Halbbrüder in Notwehr erschossen zu haben.

Marihuana-Plantage

Ende Februar 2009 will der 62-Jährige die Halbbrüder in Notwehr umgebracht und die Leichen in einem Öltank verbrannt haben. Die Leichen waren nie gefunden worden. Die getöteten Männer waren Drogendealer und die Angeklagten, die eine Marihuana-Plantage betrieben, waren ihre Lieferanten. Damit sollen Vater und Sohn 210 000 Euro jährlich umgesetzt haben.

Urteil am 12. August

Die Staatsanwaltschaft als auch der Nebenklagevertreter hatten für beide Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Mordes und Drogenhandels jeweils lebenslange Freiheitsstrafen gefordert. Zudem sollte das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellen. Das Urteil soll am 12. August gesprochen werden. (dpa)

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