Stadt will in Konkurrenz zu Großstädten wie Düsseldorf, Stuttgart, Bremen oder Leipzig treten

Hannover will blasses Image aufpeppen

Mit einem neuen Werbelogo: Regionspräsident Hauke Jagau (links) und Oberbürgermeister Stephan Weil. Foto: dpa

Hannover. An internationaler Bekanntheit mangelt es Hannover als Messestandort kaum und dass man es in der Stadt zu etwas bringen kann, haben zuletzt Bundespräsident Christian Wulff und Popsternchen Lena bewiesen. Die Landeshauptstadt aber gilt nicht als sexy, das Image erscheint vielen als blass, auch wenn Hannover bei Städterankings oft prima abschneidet.

Mit einem neuen gemeinsamen Werbeauftritt wollen Stadt und Region deshalb ab 2012 das Image Hannovers aufpeppen. Nicht nur als Großstadt im Grünen, sondern auch als Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole will Hannover punkten.

Nicht nur Touristen anlocken

Zwar wird es wieder neue Hochglanzprospekte mit den Herrenhäuser Gärten, dem Maschsee, Zoo und Steinhuder Meer geben - bei der Kampagne aber geht es um mehr als das Anlocken von Touristen, wie Stadt und Region am Dienstag bei der Vorstellung erklärten. Für Familien und neue Unternehmen will Hannover sich als attraktiver Standort präsentieren, um trotz des demografischen Wandels ein prosperierender Wirtschaftsstandort mit einem jungen, gut ausgebildeten Bevölkerungsanteil zu bleiben. „Wir brauchen ein deutlich positives Image“, unterstrich Regionspräsident Hauke Jagau (SPD).

Zwar schielen die Menschen in Hannover gerne nach Hamburg oder Berlin - diese Metropolen aber spielten in einer anderen Liga, machte Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) klar. Vielmehr gehe es für Hannover darum, sich mit Großstädten wie Düsseldorf, Stuttgart, Bremen oder Leipzig zu messen.

Dafür besser herausgestellt werden müsse Hannovers bisher kaum wahrgenommenes Potenzial im Bereich Wirtschaft und Wissenschaft, heißt es. Einen Fokus richten wollen Stadt und Region auf die Gesundheitswirtschaft unter anderem mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Tierärztlichen Hochschule oder dem International Neuroscience Institute (INI).

„Die Imagediskussion wabert durch Hannover, seitdem ich mich mit Kommunalpolitik beschäftige“, meinte Weil. Zu einem besseren Image beitragen könnten nicht nur neue Plakate und Prospekte - auch die Bewohner Hannovers könnten durchaus öfter ihre norddeutsche Nüchternheit ablegen und offensiver für die Vorzüge ihrer Stadt werben.

Neues Logo

Da es ganz ohne Kampagne trotzdem nicht geht, präsentierten Weil und Jagau am Dienstag neben Strategien auch ein neues gemeinsames Logo von Stadt und Region: Das überlappende rote und blaue Quadrat mit einem angeschnittenen Hannover-Schriftzug soll sich auf Revers-Ansteckern und Broschüren ebenso wiederfinden wie auf Briefpapier und diversen Flaggen. (lni)

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