Hans Krollmann: Große Verdienste um die Kultur

Wird heute 85: Der langjährige SPD-Politiker Hans Krollmann. Foto: Stadt Kassel

Am 7. November 1929 in Werdau (Sachsen) geboren, feiert Hans Krollmann heute seinen 85. Geburtstag in Kassel, der Stadt, die ihn 2010 zum Ehrenbürger ernannte.

Kassel. Zum 80. Geburtstag spielte das Orchester des Staatstheaters noch einen Tusch auf der Bühne vor großem Publikum. Heute, zum 85. Geburtstag des SPD-Politikers Hans Krollmann, kommt es in einer kleinen Besetzung ins Kasseler Käthe-Richter-Haus der Awo, wo Kassels Ehrenbürger Krollmann lebt.

Die Nähe zu den Musikern kommt nicht von ungefähr: Krollmann hatte sich nach jahrzehntelanger politischer Tätigkeit in Wiesbaden vor allem der Kultur verschrieben - so erfolgreich, dass er Ehrenmitglied sowohl des Staatstheaters als auch des Orchesters dort ist. Der aus Werdau (Sachsen) stammende gelernte Jurist gründete nicht nur den Verein Bürger Pro A, der den A-Status des Orchesters einst rettete; er war auch Mitbegründer der Musikschule Kassel und hat sich im Verein „Gegen Vergessen - für Demokratie“ sowie der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen engagiert. 1996 wurde er mit Hessens höchster Auszeichnung, der Wilhelm-Leuschner-Medaille, geehrt.

Von Kassel nach Wiesbaden

1969 war Krollmann von Kassel, wo er Polizeipräsident und später Kämmerer gewesen war, als Staatssekretär ins Wiesbadener Innenministerium gekommen, hatte dann vierzehn Jahre verschiedene Ministerämter bekleidet. Als Kultusminister, in dessen Ressort damals auch die Hochschulen fielen, war er eng mit der Entwicklung der Gesamthochschule Kassel verbunden. Sie dankte es ihm 2006 mit der Ehrenbürgerschaft der Universität.

Ein Politiker zum Anfassen war er nie, aber hochgeschätzt bis heute nicht nur in der SPD. 1987, nachdem sein inzwischen verstorbener Weggefährte Holger Börner mit der ersten rot-grünen Koalition in einem Bundesland gescheitert war, trat Krollmann als Spitzenkandidat zur Landtagswahl gegen Walter Wallmann (CDU) an, doch es reichte nicht für die SPD.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.