Bundesagentur kündigt an

Schärfere Kontrollen bei kranken Hartz-IV-Empfängern

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Auf einer magnetischen Spielzeugtafel steht "+ - Hartz 4".

Nürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit will häufig kranke Hartz-IV-Empfänger schärfer kontrollieren lassen. Dazu wurde eine Liste mit Anzeichen, die auf Blaumacher hindeuten, herausgegeben.

Hartz IV-Empfänger, die häufig krank sind, müssen sich nach „Bild“-Informationen auf schärfere Kontrollen der Jobcenter gefasst machen. Wie die Zeitung in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf eine neue interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit (BA) schreibt, sollen die Jobcenter sogar ärztliche Atteste prüfen, um Blaumacher ausfindig zu machen. Dem Bericht zufolge sollen die BA-Sachbearbeiter ab sofort besonders darauf achten, ob „begründbare Zweifel an der angezeigten Arbeitsunfähigkeit“ bestehen. Überführten Blaumachern soll die Stütze gekürzt werden, schreibt „Bild“.

Diese Anzeichen deuten auf Blaumacher hin

In einem siebenseitigen Papier mit „fachlichen Hinweisen“ nennt die Bundesagentur der Zeitung zufolge Anzeichen für mögliche Blaumacher. Kontrolliert werden soll demnach etwa, wer sich „auffällig häufig nur für kurze Dauer“ krankmeldet, oft zu Beginn oder am Ende einer Woche krank wird und Einladungen zu Meldeterminen beim Arbeitsamt wegen Krankheit versäumt. Bei einem Blaumacher-Verdacht sollen die Jobcenter den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) einschalten, so die „Bild“-Zeitung. Die MDK-Ärzte sollen die Hartz-Empfänger notfalls sogar zuhause untersuchen.

dpa

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