Streit über Länderfinanzausgleich

"Bayern wäre ohne Osten vielleicht wie Griechenland"

+
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff.

Magdeburg - Scharfe Töne im Länderfinanzausgleich-Streit: Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff wies einen Vergleich des Ostens mit Griechenland zurück. „Richtiger ist doch, dass Bayern ohne den Osten vielleicht das Griechenland Deutschlands geworden wäre“, sagte er.

Gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Freitag) machte Reiner Haseloff seinem Ärger Luft. „Denn nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und nach dem Mauerfall sind unzählige Firmen und Hunderttausende von innovativen Menschen aus dem Osten nach Bayern gekommen.“ Dies hat nach Auffassung Haseloff die Wirtschaft Bayerns massiv gestärkt.

Haseloff bezog sich auf Äußerungen von Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU), der für den Länderfinanzausgleich ein ähnliches Vorgehen wie in der europäischen Schuldenkrise unter dem Motto „Geld gegen Reformen“ vorgeschlagen hatte. Die ostdeutschen Länder dringen bei den Verhandlungen über die Bund-Länder-Finanzbeziehungen darauf, dass wirtschaftlich schwächere Regionen auch nach dem Auslaufen des Solidarpakts II 2019 besonders gefördert werden.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.