Hausdetektiv legte Handgranate in Spielzeugregal in Wetzlar

Wetzlar. Die Videoüberwachung brachte es an den Tag: Der Hausdetektiv selbst hat Ende Januar die Handgranate in das Spielwarenregal eines Wetzlarer Supermarkts gelegt - um sich danach als Held präsentieren zu können.

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Davon gehen Staatsanwaltschaft Limburg und Polizei inzwischen aus. Die Ermittler glauben, dass sein „Streben nach Anerkennung“ den 40-Jährigen zu der lebensgefährlichen Tat trieb. Am Dienstag klickten die Handschellen.

Der Mann aus dem Landkreis Gießen habe bereits vor einem Haftrichter des Amtsgerichts Wetzlar ein Geständnis abgelegt, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei. Den Durchbruch bei der Fahndung brachte die Auswertung der Videobänder im Markt: „Hierdurch geriet der Finder selbst in den Fokus der Kriminalisten.“ Der Wetzlarer Richter erließ Haftbefehl. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Detektiv unter anderem Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor.

Am Nachmittag des 26. Januar „entdeckte“ der Hausdetektiv den explosiven Gegenstand in einem Regal mit Spielwaren. Er informierte die Marktleitung, die die Polizei alarmierte. Ein Experte des Hessischen Landeskriminalamtes entschärfte die Granate. Der Markt wurde evakuiert und durchsucht, weitere Sprengkörper fanden sich aber nicht. Auch bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes fanden sich keine weiteren Waffen. Die Granate will sich der Detektiv vor einem halben Jahr besorgt haben. (dpa)

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