Hausratversicherung – darauf kommt es an

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Die Hausratversicherung übernimmt zumindest den finanziellen Schaden nach einem Brand.

Wasserrohre brechen und fluten ganze Zimmer, Kerzen fallen um und entfachen einen Brand – viele Gefahren bedrohen das Eigenheim. Damit Ihr Hab und Gut abgesichert ist, schließen Sie eine Hausratversicherung ab.

Die Hausratversicherung zahlt den Neuwert von gestohlenen oder zerstörten Wohngegenständen. Ob sich der Abschluss lohnt, richtet sich nach dem Wert Ihres Inventars. Ab 20.000 Euro ist eine Absicherung sinnvoll. Je wertvoller Ihre Einrichtung ist, je mehr Möbel, Kleidung, oder teure Elektrogeräte sie besitzen, desto wichtiger ist eine Hausratversicherung.

Versicherer vergleichen

Bei Hausratversicherungen gibt es jedoch erhebliche Preisunterschiede. Teure Tarife kosten bis zu fünfmal so viel wie günstige. Sie leisten aber nicht immer mehr. Mit einem Wechsel zu einem preiswerteren Tarif können Sie schnell bis zu 100 Euro sparen, ohne dadurch auf Leistungen verzichten zu müssen. Holen Sie deshalb vor Abschluss mehrere Angebote ein. Vergleichen Sie genau, welche Leistungen welcher Versicherer anbietet. Informationen zum Versicherungsvergleich finden Sie zum Beispiel bei Transparo.de.

Üblicherweise werden in der Hausratversicherung zwei Komponenten festgelegt:

  • Zum einen enthält sie die versicherten Gegenstände, also den Hausrat. Dazu zählen alle beweglichen Gegenstände, die Teil der Einrichtung sind oder in Räumen gelagert werden, die zur Wohnung gehören. Wenn Sie zum Beispiel Sachen im Keller aufbewahren, sind diese mitversichert. Zählt man den Neuwert des gesamten Hausrats zusammen, ergibt sich die Versicherungssumme.
  • Zum anderen werden in der Hausratversicherung die Gefahren definiert, gegen die Sie versichert sind. Zu diesen gehören zum Beispiel Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruch und Vandalismus.

Versicherungssumme festlegen

Rechnen Sie genau nach, wie viel Ihr Inventar wert ist. Im Schadensfall zahlt die Hausratversicherung nur, was im Vertrag festgelegt ist. Das heißt: Wenn die Versicherungssumme kleiner ist als der Wiederbeschaffungswert der Einrichtung, werden einzelne Gegenstände nur anteilig entschädigt. In diesem Fall spricht man von Unterversicherung.

Sehr nützlich, um den Wert des Inventars für die Hausratversicherung zu ermitteln, sind sogenannte Wertermittlungslisten. Dazu zählen Sie alle Ihre Besitztümer schriftlich auf. Sammeln Sie Quittungen und dokumentieren Sie den Zustand Ihrer Wertgegenstände mit Fotos. Die Liste hilft Ihnen auch im Schadensfall. Bei Einbruch muss die Polizei nämlich alle gestohlenen Gegenstände erfassen.

Überprüfen Sie zudem in regelmäßigen Abständen, ob Ihre Hausratversicherung noch ausreicht. Wenn Sie sich zum Beispiel eine neue Einbauküche kaufen oder den alten Röhrenfernseher gegen ein neues Plasma-Gerät ersetzten, ändert sich die Versicherungssumme. Informieren Sie Ihren Versicherer deshalb rechtzeitig über Neuanschaffungen.

Pauschalverträge der Hausratversicherung

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie im Vertrag für die Hausratversicherung die Klausel „Unterversicherungsverzicht“ vereinbaren. Das bedeutet, dass der Versicherer im Schadensfall die komplette Wiederanschaffungssumme zahlt – egal wie viel der Hausrat aktuell wert ist. Solche Verträge beinhalten in der Regel die Einigung, dass der Wert Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung pauschal berechnet wird. Meist werden 600 bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche angesetzt.

Doch auch diese Art der Hausratversicherung kann Tücken haben: Wenn Sie zum Beispiel ein riesiges Haus mit nur wenig Hausrat besitzen, zahlen Sie bei der Pauschalisierung drauf. Horten Sie dagegen in einer kleinen Wohnung teure Möbel oder Schmuck, deckt die Versicherungssumme den Schaden unter Umständen nicht ab.

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