"Heimspiel" für Obama in Australien

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Barack Obama will das Potenzial der Asien-Pazifik-Region besser nutzen.

Sydney - Besuch bei Freunden: US-Präsident Barack Obama fühlt sich in Australien “wie Zuhause“. Kein Wunder, sein Augenmerk liegt künftig stärker auf der Asien-Pazifik-Region.

Die USA schlagen nach den verlustreichen Kriegen in Afghanistan und dem Irak ein neues Kapitel mit stärkerem Engagement in Asien auf. US-Präsident Barack Obama bekräftigte am Donnerstag in Australien die Rolle der USA als “pazifische Nation“, die sich in den aufstrebenden Märkten wirtschaftlich, diplomatisch und militärisch stärker engagieren will. Nach einer Rede vor dem Parlament in Canberra besuchte Obama den australischen Luftwaffenstützpunkt in Darwin an der Nordküste, ehe er weiter zum Gipfeltreffen mit asiatischen Staats- und Regierungschefs nach Indonesien flog.

“Nach einem Jahrzehnt mit zwei blutigen und teuren Kriegen wenden die USA ihre Aufmerksamkeit nun auf das riesige Potenzial der Asien-Pazifik-Region“, sagte Obama vor dem Parlament in Canberra. “Als Pazifik-Nation werden die USA eine größere und langfristigere Rolle in der Gestaltung dieser Region und ihrer Zukunft spielen (...) Asien, das sind fast alle Atommächte und praktisch die Hälfte der Weltbevölkerung - Asien wird bestimmen, ob dieses Jahrhundert Konflikt oder Kooperation, Entbehrung oder Fortschritt bringt.“

US-Truppenzahl in Darwin soll steigen

In Darwin dankte Obama australischen Truppen für ihren Einsatz in der Region sowie in Afghanistan und im Irak. Er wurde von etwa 2000 Soldaten mit großem Applaus empfangen. Ein Schritt zum stärkeren US-Engagement in Asien ist der Ausbau der Militärpräsenz in Australien.

Ab Anfang nächsten Jahres sollen 250, bis 2016 dann 2500 Soldaten jeweils sechs Monate lang in Darwin stationiert sein, beschlossen die Regierungen. US-Marine und -Luftwaffe wollen zudem Stützpunkte südlich von Perth und bei Darwin öfter ansteuern. Beobachter werten dies auch als Warnsignal an China, das seine Präsenz in Südostasien mit Hilfspaketen und Investitionen ausbaut.

Die USA begrüßten den Aufstieg eines “friedlichen und wohlhabenden Chinas“, sagte Obama. “Aber wir werden weiter auch in Peking klar machen, welche Bedeutung der Einhaltung internationaler Normen und der Respekt der Menschenrechte des chinesischen Volkes haben.“ Er ermahnte Peking, Patentrechte zu respektieren und den Wert der chinesische Währung vom Markt bestimmen zu lassen.

dpa

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