Lieferung ans Narrengericht

Heiner Geißler begleicht Wein-Strafe

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Heiner Geißler, Bundesminister a.D., stößt am 09.07.2013 in Stockach (Baden-Württemberg) nachdem der Wein in den Keller getragen wurde, mit Vertretern des Stockacher Narrengerichts an.

Stockach - Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler hat seine Wein-Strafe vor dem Stockacher Narrengericht bezahlt und je 60 Liter Grüner Silvaner, Grauer Burgunder und Dornfelder abgeliefert.

Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler hat seine Narrenstrafe vor dem Stockacher Narrengericht bezahlt. Rund fünf Monate nach seiner Verurteilung lieferte der 83-Jährige am Dienstag je 60 Liter Grüner Silvaner, Grauer Burgunder und Dornfelder in Stockach (Baden-WLandkreis Konstanz) ab. Geißler habe zwar noch einmal seine Unschuld betont, sagte Narrenschreiber Jürgen Koterzyna. Am Ende habe er aber bereitwillig seine Strafe abgegeben - und zuvor persönlich beim Abladen der Weinkartons geholfen.

Das Stockacher Narrengericht gehört zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fastnacht im Südwesten. Auf der Anklagebank saßen seit den 60er Jahren Politiker wie Franz Josef Strauß, Guido Westerwelle und Angela Merkel. Geißler war am 7. Februar - dem „Schmotzigen Dunschtig“ - zur Zahlung von drei Eimern Wein zu je 60 Litern verurteilt worden. Er sei unter anderem der „gröbsten Fahrlässigkeit beim Sprengen, Schlichten und Putschen von Denkmälern aller Art“ schuldig, befand die 662 Jahre alte Institution damals.

dpa

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