Kommentar zum Umgang mit Flüchtlingen: Helfen ist vernünftig

Wenn wir wollen, dass Flüchtlinge ihre Chance bei uns nutzen, müssen wir sie ihnen auch geben, meint Redakteurin Katja Rudolph.

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Wer sich in der Flüchtlingshilfe engagiert, wird mitunter – ob offen oder hinter vorgehaltener Hand – etwas spöttisch als „Gutmensch“ tituliert. Als sei es naiv, den Menschen zu helfen, die in unserem Land Schutz suchen. Auch im neuen Jahr werden viele, viele Flüchtlinge in unsere Stadt und die Region kommen. Für alle eine Unterkunft zu finden, wird ein Kraftakt. Noch schwieriger wird es, ihnen die deutsche Sprache und Kultur zu vermitteln. Und eine abermals größere Herausforderung ist es, die Menschen so weit zu bringen, dass sie einen Job finden und für ihren Lebensunterhalt sorgen können. All das kann nur funktionieren, wenn man sie auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben unterstützt.

Dabei geht es nicht nur um Solidarität und Mitmenschlichkeit. Auch ein nüchtern volkswirtschaftliches Denken gebietet es, die Menschen nicht allein zu lassen. Misslungene Integration ist kostspielig und birgt sozialen Sprengstoff. Wenn wir wollen, dass Flüchtlinge ihre Chancen bei uns nutzen, müssen wir sie ihnen auch geben. Deshalb ist es nicht naiv zu helfen. Es ist vernünftig. 

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