Altkanzler von van Rompuy geehrt

Ein eigener Friedensnobelpreis für Kohl

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Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl (l) empfängt den EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy in seinem Privathaus in Ludwigshafen.

Berlin - Altkanzler Helmut Kohl ist von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy mit einer Kopie des Friedensnobelpreises geehrt worden. Der 82-Jährige ermahnte die EU-Staaten daraufhin mit eindringlichen Worten.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Altkanzler Helmut Kohl eine Kopie des Friedensnobelpreises an die Europäische Union überbracht. Er habe den 82-Jährigen am Dienstag in seinem Privathaus in Ludwigshafen besucht, bestätigte die Leiterin des Kohl-Büros, Marion Scheller. Der Altkanzler war wegen seiner Verdienste um die europäische Einigung selbst jahrelang als Favorit für den größten aller Friedenspreise gehandelt worden. Der Nobelpreis war der Europäischen Union am 10. Dezember für sechs Jahrzehnte erfolgreicher Aussöhnungspolitik verliehen worden.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch wurde Van Rompuy von dem langjährigen Europa-Parlamentarier Elmar Brok begleitet. Van Rompuy sagte dem Blatt, das Gespräch mit Kohl sei für ihn „ein großes Privileg“ gewesen. Er habe dem Altkanzler gegenüber Hochachtung und Dankbarkeit dafür zum Ausdruck gebracht, „dass er nach den Ereignissen von 1989 eine Schlüsselrolle bei der Wahrung eines dauerhaften Friedens in Europa gespielt hat.“ Kohl zitiert das Blatt mit den Worten: „Wir haben bereits ein großes Ziel erreicht. Auf diesem Weg müssen wir weiter vorangehen. Denn Europa ist unsere Heimat, unsere Gegenwart und unsere Zukunft.“

Das war die Ära Helmut Kohl

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dpa

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