Henzler verteidigt die Kürzungen bei den Referendaren

Wiesbaden. Hessens Kultusministerin Dorothea Henzler hat die geplante Kürzung von 1000 Referendarstellen in den Schulen verteidigt. „Weniger Schüler brauchen für den gleichen Unterricht weniger Lehrer. Das ist doch logisch“, sagte die FDP-Politikerin am Donnerstag im Landtag.

Das Land benötige im Jahr 2013 wegen sinkender Schülerzahlen 1000 Lehrerstellen weniger. Die Opposition kritisierte die Pläne scharf.

Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP).

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass das Kultusministerium im November und im Mai 2012 jeweils 500 Referendare weniger einstellen will. Es sei nur „fair gegenüber den jungen Leuten, dass man es ihnen heute sagt“, meinte Henzler weiter.

Die SPD hielt der Ministerin vor, die Bildung in Hessen auszubremsen. „Damit gefährden Sie die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen“, sagte die Abgeordnete Heike Habermann an die Adresse Henzlers.

Die Grünen bezeichneten es als völlig falsch, angesichts der PISA-Ergebnisse der deutschen Schüler an der Ausbildung der Lehrer zu sparen. „Die Katze ist aus dem Sack“, sagte der Grünen-Abgeordnete Mathias Wagner zu den geplanten Kürzungen.

Die Linke-Abgeordnete Barbara Cardenas sah die Kürzungen als Folge der „Schuldenbremse“.

Für die CDU-Regierungsfraktion erklärte Manfred Pentz, dass man über die Kürzungen von Referendarstellen „nachdenken“ dürfe. Dies sei „Ausdruck“ von verantwortungsvollem Handeln. (dpa)

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