Bislang drei Jungen in Hessens einzigem „Kinderknast“

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Symbolbild Gefängnis

Sinntal. In Hessens einzigem geschlossen Kinderheim in Sinntal sind drei Monate nach der Inbetriebnahme bislang drei Jungen untergebracht.

Nach einem Zehnjährigen aus Kassel seien nun auch zwei 13-Jährige aus Siegen (Nordrhein-Westfalen) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) hinzugestoßen. Nach einem Vierteljahr wollte die Heimleitung eigentlich schon vier Plätze besetzt haben. Es gebe aber schon weitere Anfragen, jugendliche Intensivtäter unterzubringen. Nach einem halben Jahr soll die Heimkapazität ausgeschöpft sein. Bis zu acht kriminelle, aber strafunmündige Kinder zwischen 10 und 13 Jahren können in der intensivpädagogischen Wohngruppe untergebracht werden.

Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hatte die Jugendhilfe-Einrichtung Mitte September nach langen Verzögerungen eröffnet. Von Kritikern ist sie als „Kinderknast“ verschrien. Heimleiter Christian Vahlhaus sagte zur gegenwärtigen Lage: „Wir haben erste Erfahrungen gesammelt und stellen uns immer besser aufeinander ein.“ Die drei Kinder, die in Sinntal betreut und auf den rechten Weg zurückgebracht werden sollen, seien durch „vielfältige Aggressionsformen“ aufgefallen, besäßen „Gefährdungspotenzial“, seien „vielfach abgängig“ gewesen und hätten sich auch nachts herumgetrieben. Sie hätten auch schon intensive Drogenerfahrungen. (dpa)

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