Planung bis 2025 - Landesbetrieb kämpft mit Nachwuchsproblemen

Hessen-Forst muss sparen: 300 Stellen fallen weg

Wiesbaden/Kassel. Die hessische Forstverwaltung will bis 2025 auf allen Ebenen mehr als 300 ihrer 1950 Stellen abbauen. Das bestätigte der stellvertretende Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst, Detlef Stys, auf Anfrage unserer Zeitung.

Mit vorausschauender Planung wolle man die Belastung für die Mitarbeiter möglichst gering halten, so Stys.

Der Abbau erfolge über frei werdende Stellen. Trotz dieser Sparmaßnahmen sei der Försterberuf sowohl für Männer als auch für Frauen ein Beruf mit Zukunft, betonte Personalchef Hans-Dieter Treffenstädt. Bei Hessen-Forst werden mittelfristig überdurchschnittlich viele Mitarbeiter pensioniert, „wir müssen uns gewaltig anstrengen, die Stellen, die wir noch brauchen zu besetzen“.

Beide betonten, der Prozess werde intensiv mit den Personalvertretungen und Berufsverbänden diskutiert. Geplant sei, die Revierstruktur der 41 Forstämter zu erhalten, da sie sich „als strategische Stärke absolut bewährt“ habe. Zugleich wolle man Teams bilden, die für mehrere Reviere zuständig seien. Es sollen 94 Stellen für Forstwirtschaftsmeister neu geschaffen werden, um diese Teams in den Revieren zu unterstützen.

Hessens Forstministerin Lucia Puttrich (CDU) sagte unserer Zeitung, durch diese Umstellung bekomme man mehr qualitativ hochwertige Arbeitsplätze. An den Zuschüssen für Hessen-Forst in Höhe von 30 Millionen Euro wird das Land festhalten, so ein Sprecher des Ministeriums.

Der SPD-Forstpolitiker Heinz Lotz kritisierte den geplanten Personalabbau als substanzgefährdend. Die Gewerkschaft IG Bau sieht die Teambildung in den Revieren positiv, der Stellenabbau in der geplanten Höhe stößt auch dort auf Kritik. (wet)

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