Hessen schafft die Gerichtskassen komplett ab

Kassel. Klassische Zahlschalter sollen bei den Gerichten in Hessen bald der Vergangenheit angehören. „Künftig werden alle baren Ein- und Auszahlungen über Kassenautomaten abgewickelt“, kündigte Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP), an.

Dies gelte nicht nur für die Gebührenzahlung beispielsweise bei der Abholung von Grundbuch- und Registerauszügen, sondern generell für Zahlungsgeschäfte in Justizzentren. Auch Zeugen sollen ihr Zeugengeld demnächst an Automaten ziehen können.

Jörg-Uwe Hahn

Im Justiz- und Verwaltungszentrum Wiesbaden erprobt die hessische Justiz seit Mitte November einen neu entwickelten Kassenautomaten. Im Vergleich zu den bisherigen Schalterstunden der Gerichtskassen sei dies eine deutliche Ausweitung des Services. Die Geldmaschinen „sprechen“ neben Deutsch auch Englisch, Türkisch und Russisch. Der Einsatz der Kassenautomaten hilft außerdem, Personalkosten zu sparen.

Hintergrund: Jedes Amtsgericht in Hessen hat eine Zahlstelle, bei der alle Forderungen der Justizbehörden beglichen werden können. Bei den Amtsgerichten Kassel, Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Wiesbaden ist zusätzlich jeweils eine Gerichtskasse eingerichtet, da dort auch die Vollstreckung überfälliger Forderungen der Justizbehörden in die Wege geleitet werden muss. (jum)

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