Kontrollergebnisse sollen öffentlich zugänglich sein

Hessen will mehr Transparenz bei Lebensmitteln

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Wiesbaden. Hessen will bei der Kennzeichnung von regionalen Lebensmitteln und beim Hygiene-Barometer von Gaststätten initiativ werden. Die Ergebnisse von Kontrollen müssten öffentlich zugänglich sein.

Dafür müssten jedoch bundesweit dieselben Regeln gelten, sagte Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich (CDU) am Montagabend in Wiesbaden. Hessen hat dieses Jahr turnusgemäß den Vorsitz unter den Ländern für den Verbrauscherschutz übernommen.

Das Hygiene-Barometer soll auf freiwilliger Basis am Eingang von Gaststätten oder Imbissen informieren, wie gut das Lokal bei der Überwachung abschneidet. Die Bundesregierung will aber dafür keine gesetzliche Regelung und hat die Umsetzung den Ländern überlassen. Diese haben sich bisher nicht auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt.

Puttrich verteidigte das Prinzip der Freiwilligkeit. Der Verbraucher könne sich seinen eigenen Reim darauf machen, wenn ein Restaurant das Barometer nicht aushänge. Die hessischen Grünen forderten dagegen am Dienstag, eine Hygiene-Ampel zur Pflicht zu machen. Nur so erhielten einwandfrei arbeitende Betriebe die entsprechende Anerkennung.

Puttrich warb zugleich für ein bundesweites Regionalfenster, das bei Lebensmitteln Auskunft über Rohstoffe, Verarbeitung und Region geben soll. Am Freitag (18. Januar) beginnt - organisiert von Hessen aus - ein dreimonatiger Test in mehreren Bundesländern. In Hessen wird das Regionalfenster in Läden in Fulda und Neuhof sowie im Vogelsberg in Lauterbach und Alsfeld erprobt. Auch wenn es auf freiwilliger Basis erfolge, sei das Regionalfenster eine wichtige Entscheidungshilfe für den Konsumenten.

Das Regionalfenster wird bundesweit von einer breiten Allianz unterstützt. Neben den Handelskonzernen Rewe, Edeka-Südwest und tegut stehen auch die drei großen Ökoverbände dahinter. Organisiert wird der Testversuch vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frankfurt und der Marketing-Initiative Gutes aus Hessen GmbH im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums in Berlin. (dpa)

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