Hessens einziger „Kinderknast“ fast voll belegt

Sinntal. Der Betrieb von Hessens einzigem geschlossenen Kinderheim stand lange unter keinem guten Stern: Grundsatzkritik, verspätete Eröffnung, Kostendruck wegen zu geringer Belegung. Ein Jahr nach der Eröffnung sind nun fast alle Plätze mit kriminellen Kindern besetzt.

Nach einem problematischen Start und roten Zahlen in der Betriebsbilanz ist Hessens einziges geschlossenes Kinderheim nach einem Jahr fast ausgelastet. Sieben der acht Plätze seien derzeit belegt, sagte Heimleiter Pater Christian Vahlhaus. „Im Laufe des Septembers rechnen wir erstmals mit einer Vollbelegung. Das Konzept geht auf. Es funktioniert nun wie von Anfang an erwartet.“ Die Einrichtung in Sinntal (Main-Kinzig-Kreis) war Mitte September 2012 eröffnet worden. Von Kritikern wurde das Haus als „Kinderknast“ bezeichnet. Bis zu acht kriminelle, aber strafunmündige Kinder zwischen 10 und 13 Jahren können in der intensivpädagogischen Wohngruppe untergebracht werden.

Das geschlossene Heim stand lange unter keinem guten Stern. Eigentlich sollte es im August 2011 öffnen. Wegen eines Wasserschadens, eines Wechsels in der Heimleitung und eines langen Genehmigungsverfahrens wurde der Termin mehrmals verschoben. Als das Heim dann seinen Betrieb aufnahm war es lange nicht ausgelastet. Dabei hatte das Sozialministerium eindeutig Bedarf für geschlossene Therapieplätze gesehen. (lhe)

Rubriklistenbild: © dpa

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