Hessentag: Oberursel mit 4,5-Millionen-Defizit

Oberursel. Der Hessentag in Oberursel im vergangenen Jahr hat die Stadt weit mehr gekostet als eingeplant. Unter dem Strich ergebe sich ein Defizit von 4,5 Millionen Euro, eine Million Euro mehr als zuvor kalkuliert, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Hinzu kämen Leistungen des städtischen Eigenbetriebs Bau & Service von 836.000 Euro und die Personalkosten von 503.000 Euro. Ursprünglich hatte Oberursel (Hochtaunus) mit einem Minus von 3,1 Millionen Euro für das traditionelle Volksfest kalkuliert.

aktualisiert um 15 Uhr 

Dennoch zieht Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) eine positive Bilanz: „Der Hessentag war ein einmaliges Ereignis für die Stadt und er hat Oberursel deutlich vorangebracht. Die finanziellen Verluste werden durch nachhaltige positive Effekte mehr als ausgeglichen. Davon wird unsere Stadt noch lange profitieren.“

Zu dem zehntägigen Landesfest waren im Juni fast 1,4 Millionen Besucher in die Taunusstadt gekommen. In diesem Jahr richtet Wetzlar vom 1. bis 10. Juni den Hessentag aus. Gastgeber 2013 ist Kassel, das für das nordhessische Vellmar einspringt. Kassel hatte schon 1964 den Hessentag ausgerichtet. Vellmar hatte im August aus finanziellen Gründen den Zuschlag für das Fest zurückgegeben.

Diese Beträge eingerechnet liegt Oberursel nahe des Rekorddefizits, das Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) als Hessentagsstadt 2010 mit 5,9 Millionen Euro hinnehmen musste. Vellmar hatte die Ausrichtung des Hessentags 2013 im vergangenen Jahr zurückgegeben, weil es zu große Verluste fürchtete. Nun richtet die Stadt Kassel das Fest aus. (red)

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