Hessenweit: Helfer nach Unwettern im Dauereinsatz

Frankfurt. Schwere Unwettern in Hessen haben in der Nacht zum Donnerstag für einen Dauereinsatz von Helfern und Rettungskräften gesorgt. Feuerwehren versuchten, zumindest die wichtigsten Bundes- und Landesstraßen von umgestürzten Bäumen zu befreien.

Im Rhein-Main-Gebiet waren Techniker fieberhaft damit beschäftigt, die Schäden an den Bahn-Oberleitungen zu beheben. Dennoch gab es im einsetzenden Berufsverkehr zahlreiche Verspätungen.

Am späten Mittwochnachmittag hatte ein schweres Unwetter mit Sturm, Starkregen und Hagel in weiten Teilen Hessens Straßen überflutet und Bäume umstürzen lassen. Allein im Kreis Offenbach mussten die Rettungskräfte innerhalb weniger Stunden zu fast 400 Einsätzen ausrücken. In Groß-Gerau schlug ein Blitz in ein Seniorenwohnheim ein. Mehr als 60 Bewohner mussten bei strömendem Regen in Sicherheit gebracht werden.

In Watzenborn-Steinberg bei Gießen setzte ein Blitz einen Dachstuhl in Brand. Bäume fielen auf Straßen, Dächer und vor Hauseinfahrten. Der Wind deckte Dächer ab und knickte Straßenschilder um. In Obertshausen wurde das Dach eines vierstöckigen Hauses weggeblasen. Im mittelhessischen Pohlheim deckten kräftige Böen Dächer von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden ab. Sogar Hoftore kippten aus den Fundamenten und blieben stark beschädigt zurück. Herumfliegende Dachziegel und Gartenmöbel beschädigten Autos.

Feuerwehren mussten vollgelaufene Keller leer pumpen. Auch dem Bahnverkehr setzte das Unwetter ordentlich zu: Zahlreiche Züge kamen verspätet an. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden Regionalstrecken wie die Riedbahn zwischen Groß-Gerau und Lampertheim zwischenzeitlich gesperrt. „Wir hatten auch starke Behinderungen im Raum Rhein-Main“, sagte ein Sprecher. Die Verbindungen im Fernverkehr waren unterdessen nicht so stark betroffen. (dpa)

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