Vertrauliche Gespräche

Hessische Spitzenpolitiker sprachen mit Potash über K+S-Übernahme

Kassel/Wiesbaden. Hessische Spitzenpolitiker haben sich nach Informationen unserer Zeitung bereits am Freitag mit Vertretern des Kali-Produzenten Potash getroffen, um über die geplante Übernahme des Kasseler Konkurrenten K+S zu beraten.

Über den Inhalt des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden hieß es.

An dem Treffen nahmen neben Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) auch Wirtschaftsminster Tarek al Wazir (Grüne) und Oppositionsführer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) teil. Auf Anfrage erklärte ein K+S-Sprecher gestern Abend, dass man daraufhin ein Schreiben von Potash erhalten habe, in dem es um Arbeitsplatz- und Standort-Fragen gehe. Dieses Papier enthalte „nichts substanziell Neues, so dass es auch weiterhin keine Grundlage für Gespräche gibt“, sagte der Sprecher.

Wie berichtet, hat Potash die Übernahme aller 192,4 Millionen Aktien zum Stückpreis von 41 Euro angeboten. Zuzüglich Schulden und rückzahlbaren Anleihen müssten die Kanadier bei diesem Kurs bis zu zehn Milliarden Euro für K+S zahlen. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent beschäftigt weltweit gut 14.000 Mitarbeiter, davon fast 8000 in Hessen, Thüringen und Niedersachsen.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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