Umfrage der EKD

Flüchtlinge: Deutsche zeigen weiter große Hilfsbereitschaft

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Alyousef Reffat, ein Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung Ellwangen (Baden-Württemberg), feiert usammen mit Elaine (r) und Marianne Schlosser eine Adventsfeier. Der 26-jährige Muslim weiß schon genau, was er sich zu seinem ersten Weihnachtsfest in Deutschland wünscht: "Ich hoffe das Beste für Syrien. Jeden Tag sterben dort Menschen. Der Krieg zerstört alles. Die Welt muss das stoppen." Er ist vor zwei Monaten aus Syrien geflohen.

Berlin - Die Bereitschaft, Flüchtlingen mit Tatkraft und Geld Unterstützung zu leisten, ist einer repräsentativen Umfrage zufolge in Deutschland weiterhin hoch.

Von einem "Kippen der Stimmung" im Land könne daher keine Rede sein, sagte Diakonie-Chef Ulrich Lilie mit Blick auf eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). Mit 51 Prozent kann sich mehr als die Hälfte den Angaben zufolge vorstellen, ein Flüchtlingsheim in der Nähe aktiv zu unterstützen.

Elf Prozent der mehr als 2000 Befragten gaben an, bereits bei der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen geholfen zu haben und ebenso viele sagten, dass sie dies momentan täten. 37 Prozent wiederum sagten, dass sie in der Vergangenheit Sachspenden für Flüchtlinge geleistet hätten und 48 Prozent könnten sich vorstellen, künftig Geld zu spenden. Auch erklärten sich 13 Prozent bereit, in den eigenen vier Wänden Flüchtlinge aufzunehmen.

88 Prozent sagten zudem, Deutschlands Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise werde sich positiv auf das Land auswirken. Zugleich gaben 85 Prozent an, ihre größte Sorge in Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise sei ein Anwachsen des Rechtsextremismus.

Auf die Frage, ob Deutschland die Herausforderungen der Flüchtlingskrise werde bewältigen können, antworteten lediglich 16 Prozent mit "sicher nicht". Die große Mehrheit (60 Prozent) hat sich laut EKD in der Frage noch nicht festgelegt. "Skepsis und Zuversicht halten sich die Waage", sagte Diakonie-Chef Lilie. Zugleich betonte er aber, dass die Chancen für gelungene Integration gut stünden. Dafür bedürfe es jedoch "umsichtigen und gut abgestimmten professionellen Handelns".

AFP

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